Bericht: Drei Monate hundertprozentige Rohkost

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Autor: Daniel im Januar 2017

Körperpflegeprodukte sind wenig bis gar nicht mehr erforderlich, der Körpergeruch wird angenehm. Keine Zahnpasta mehr erforderlich, man kann Salzsole / Miswak benutzen. Haare werden z.B. nur bei zu hohem Fettkonsum fettig. Alles schmiert sich von selbst.

Karies und schmerzende Zähne entstehen hauptsächlich bei zu hohem Eiweißkonsum - gewisse Lebensmittel putzen die Zähne durch die Fasern und Inhaltsstoffe gleich während des Essens, z.B. Erdbeeren, Feigen und Fenchel.

Man fühlt sich ausgeglichen und lernt sich besser kennen. Der Körper verlangt nach der Umstellungsphase Lebensmittel, mit denen sich bei jeder Temperatur ein wohliges Körpergefühl einstellt. Beispiel: Eier heizen relativ stark, Zitrusfrüchte kühlen.

Giftige / gespritze Lebensmittel schmecken einem mit immer feiner werdendem Körper nicht mehr, werden als stinkend empfunden, wenn man daran riecht. Man bemerkt Hautjucken, Husten oder Ähnliches nach dem Essen. Diese Nahrung fliegt nach einer bestimmten Zeit aus dem Speiseplan raus und so wird kein weiteres Geld in gespritzte Lebensmittel investiert. Meiner Meinung nach eine Möglichkeit für eine gesündere Umwelt, da der Körper auch ein Teil der Erde ist, behandelt man den Planeten so wie man seinen Körper behandelt. Umweltschutz und Gesundheit gehen so langfristig Hand in Hand.

Es gibt unendliche Vielfalt an Lebensmitteln und Geschmäckern, unendliche Kombinationsmöglichkeiten, verschiedene Frischestadien und Wirkungsbereiche von Lebensmitteln. Selbstschädigendes Verhalten korrigiert sich mit der Zeit von selbst, wenn der Wille dazu besteht.

Was auch immer man hier macht, man erhält einen auf seine Bedürfnisse / Umgebung / Jahreszeit angepassten Speiseplan. Menge, Geschmack und Kombinationen ergeben sich durch Erkunden von selbst. Die Rohkost ist ein super Werkzeug um Zeit zu tanken, denn Zeit = Leben.

Man vertraut der Natur: naturbelassene (besonders wilde) Lebensmittel enthalten unendliche Weisheit, unendliche Erfahrung in Form, Zusammensetzung, Heilkraft und Farbe, um den Körper gesund zu halten oder gewisse Dinge zu heilen. Jeder Granatapfelkern, jede Nuss, jedes Ei ist ein Unikat, absolut einmalig hergestellt und kann nach unterschiedlichen Nuancen schmecken.

Da man für die Auswahl und die Beschaffung der Lebensmittel selbst verantwortlich ist, wird man von sich selbst dazu praktisch forciert, es richtig zu machen, obwohl es freiwillig ist. Wichtig bei dem Ganzen sind Qualität, Auswahl, Menge, Kombination und Timing.

Ein paar Geschmacksbeispiele an welche Speisen mich die Rohkost erinnert:

Macadamianüsse - Milchreis / Buttersemmerl
Pak Choi - Semmelkren
Himbeeren & Mango - Himbeerplunder / Torte
Sapotillen - karamellisierte / schokoladenüberzogene Birne
Mango - Gummibärli / Red Bull
Avocado - Kartoffelbrei mit Butter / Butterbrot
Cherimoya - Vanillepudding mit Brombeeraroma
Dattel - Karamellriegel
Haselnuss - Vollmilchschokolade
Kokosfleisch - Bounty / Kokosmilchreis
Zedernüsse - Vanillegebäck
Süßer Paprika & Mohn - Mohnnudeln
Kurkuma & Cashewkerne mit Haut - Vanillekipferl
Süßkartoffel - Traubenzucker
Getrocknete Feige - Weihnachtsstollen
Johannisbrot - Lebkuchen
Heidelbeeren & angetrocknete Äpfel - Obstkuchen
verschimmelte Kokosnuss - Lasagne mit Parmesan
Jackfruit - Zitronenschnitte
Wabenhonig - Kaugummi mit knuspriger süßer Füllung (Waben)
Hagebutte - Marmelade
weiche Birne - süßer Haferbrei mit Kakaoaroma
Kokossaft - Zuckersirup

Wie man das machen will, bleibt jedem selbst überlassen. Es gibt bestimmt Bereiche, die noch unentdeckt sind. Man spürt ziemlich bald, was einem gut tut bzw. schmeckt und was nicht. Sowohl beim Essen als auch in den Erlebnissen nach einer Mahlzeit findet man heraus, was man wirklich machen will. Frei nach dem Motto: "Wenn dir das, was du erlebst nicht schmeckt, iss was anderes!"

Wenn es lange genug richtig praktiziert wird, treten "himmlische Phasen" auf, mit denen jede Mahlzeit ein Fest wird. Bei richtiger Praxis gibt's genau die Energie um seine Wünsche umzusetzen, für die man auf der Erde ist, ohne zwicken, ohne Bauchschmerzen. In der Natur folgt nach Genuss eine sinnvolle Tätigkeit und so kann man danach sein volles Potential leben, das allen dienen kann. Ideen und Arbeit, die von der Gesellschaft im Laufe der Jahre aufgeladen wurden, werden so stetig aufgelöst und man folgt schließlich - soweit man es zulässt - seiner erfüllenden Berufung / seinem inneren Kern.

Gesundheit besteht sicherlich aus mehr als nur Ernährung, aber sie ist ein wichtiger Aspekt davon. Und es ist wirklich erstaunlich, wie einfach die Natur das mit der Ernährung eingerichtet hat.