Bericht: Karies durch Überlastung mit Lebensmitteln?

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Autor: Anna am 12.04.2010

Ich habe den Verdacht, dass Karies nicht nur durch übermäßigen Zuckerkonsum, sondern vor allem auch durch übermäßigen Verzehr anderer Lebensmittel verursacht wird. Bei mir ist Karies erst nach ca. 7 Jahren Rohkost aufgetreten. Ungefähr zu diesem Zeitpunkt merkte ich auch die ersten Überlastungsanzeichen, wenn ich Nüsse, Samen und Avokados verzehrte. Symptome wie Schleim in Hals und Nase, Zahnbelag, Pickel, Entgiftungsgefühl am Morgen, Schwächegefühl, Schwitzen traten auf. Die Karies bemerkte ich damals noch nicht. Aber sie war, der Größe meines in diesem Winter entdeckten Loches nach zu urteilen, schon im Anfangsstadium da.

Weil mich die dauernden Überlastungssymptome nervten, versuchte ich Nüsse und Samen weitgehend aus meiner Ernährung auszuschließen bzw. nur noch in geringen Mengen zu essen. Die Überlastungssymptome verschwanden. Da ich nur mit Grünzeug und Obst vor allem in den Wintermonaten auf Dauer nicht zufrieden war, aß ich Rindfleisch und Wildschweinfleisch, welches ich bisher sehr selten gegessen hatte. Dies bekam mir gut. Bis ich kürzlich bemerkte, dass ich auch von Fleisch Überlastungssymptome bekam. Es nistete sich obendrein ein Spulwurm ein, der aber nach einer Möhrendiät und dem Weglassen von Fleisch wieder verschwand. Die genannten Produkte waren von Orkos. Also nicht denaturiert [siehe dazu untenstehender Hinweis]. Die Sperre war bei Nüssen, Samen, Avokado und Fleisch leider sehr undeutlich. Es schmeckte zwar nicht mehr überwältigend, aber ich hatte keine Ekelsperre wie bei Sapote Amarillo oder Fisch. Deshalb probierte ich hin und wieder noch ein paar seltene Nuss- und Avokadosorten, die ich lange nicht gegessen hatte und hoffte, dass diese mir bekommen würden nach so langer Pause. Ich bestellte mir vor ein paar Tagen Pistazien und Pilifrüchte von Orkos. Mit dem Fleischessen konnte ich schwer aufhören, da es mir neben den genannten Nebeneffekten auch ein befriedigendes Gefühl verschaffte.

Da ich nun wusste wie es sich anfühlt, wenn ein Zahn Karies hat, wurde ich schnell aufmerksam, als ich ein Kribbeln in meinem Weisheitszahn bemerkte. Dieses Kribbeln trat immer nach dem Konsum von Fleisch, Avokados, Nüssen und leider auch nach Pistazien und Pilinüssen auf und verschwand langsam, wenn ich Petersilie, Löwenzahn oder anderes Grünzeug auf der Stelle kaute. Daneben waren auch wieder die üblichen Überlastungssymptome zu merken. Die Theorie, dass es hilft, mal eine Nusspause einzulegen oder eine andere Sorte zu wählen, ging bei mir also nicht mehr auf. Heute bin ich der Sache mal auf den Grund gegangen und habe mit einer Sonde in den Weisheitszahn gestochen. Inzwischen weiß ich auch, wie sich das mit der Sonde anfühlt, wenn man auf Karies stößt. Es ist wie als würde man in festen Gummi reinstechen. Und so war es dann auch.

Fazit ist:

  1. Wenn man ein Kribbeln am Zahn bemerkt, dann ist das höchtwahrscheinlich Karies und keine Einbildung
  2. Kräuter können zwar die Karies verlangsamen, aber nicht 100% verhindern, wenn man sich parallel dazu mit Lebensmitteln überlastet.
  3. Man kann seinen Mineralbedarf nicht über Fleisch und Nüsse decken. Vielleicht über Insekten, aber nicht über Säugetierfleisch, da das unweigerlich zu Überlastungen führt. Die Theorie von den Orkosleuten, dass man keine Kräuter braucht, wenn man gutes Fleisch hat, stimmt für mich nicht.
  4. Rohkost ist wahrscheinlich genauso schädlich wie Kochkost, wenn man die instinktive Sperre nicht beachtet. Das Fiese ist nur, dass vieles hier schon so gezüchtet oder auf ausgelaugtem mit Kunstdünger aufgepeppten Boden im Schnelltempo unter Glas gewachsen ist, dass man gar keine richtige Befriedigung erlangt, bevor man sich nicht damit überlastet hat. Ich muss also mit dem Verstand gegensteuern oder mich in eine natürlichere Umgebung verpflanzen, wo ich zwangsläufig überwiegend nur auf Grünzeug, Insekten und mäßig süße, gehaltvolle, reife Früchte stoßen würde, statt auf Nüsse und Säugetierfleisch.

Da fällt mir noch eine interessante Geschichte ein. Dieser Winter war ja sehr hart und lang. Deshalb habe ich 4 Monate statt Wildkräuter Feldsalat, Endiviensalat, Petersilie, Stangensellerie und Knollensellerie gegessen. Der Feldsalat stammte aus einer Gärtnerei in der Nähe, die Petersilie und der Stangensellerie vom Asiamarkt, der Knollensellerie aus biologischem Anbau. Gegen Ende des Winters brachen mir dann die Fingernägel ab und ich bekam auch einen weißen Punkt auf einem Nagel. Ein paar Tage später gab es dann Gott sei Dank wieder frischen Löwenzahn und die Fingernägel wurden wieder stabil.


Aktualisierung vom 15.04.2010

Ich habe gute Neuigkeiten. Heute war ich nämlich beim Zahnarzt und hab die ganze Sache mal überprüfen lassen. Das Kribbeln kam nicht von Karies, sondern von der Entzündung einer Zahnfleischtasche. Das ist dann auch logischer. Weil Wildschweinfleisch ja Entzündungen fördert. Und Karies ist doch eigentlich keine Entzündung oder? Dann muss das damals an meinem kariösen Zahn auch eine Zahnfleischentzündung gewesen sein und ich dachte, es wäre die Karies, die so kribbelt.

Ich denke aber immer noch, dass Karies durch Überlastung kommen kann. Denn jede Überlastung verbraucht auch wieder Mineralien. Dann kommt man schnell in einen sauren PH-Wert. Dasselbe trifft natürlich auch für denaturierte Produkte zu, aber das wissen wir ja schon. Vor allem, wenn man dazu noch einen hohen Obst- und einen geringen Kräuteranteil in der Ernährung hat. Am Ende stammt meine Karies auch aus der Zeit, wo ich Kräuter noch nicht täglich gegessen hatte. Ich hatte damals öfter einen leicht sauren PH-Wert. Und dazu kommt natürlich auch, dass meine Weisheitszähne ewig gebraucht haben um raus zukommen und da war dann lange eine Art Zahnfleischlappen auf der Kaufläche, wo sich die Kariesbakterien sicher sehr wohl gefühlt haben.