Der Apfel vom Baum der Erkenntnis

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Dieser Artikel deutet die biblische Geschichte vom Sündenfall und der Vertreibung aus dem Paradies aus der Sicht der Ernährung mit Rohkost.

Paradies und Sündenfall

Der Garten Eden

Als Gott die Erde und die Menschen schuf, setzte er den Menschen in einen paradiesischen Garten, der mit allerlei Pflanzen und Tieren bevölkert war. In der Bibel, 1. Buch Mose, Kapitel 2, liest sich das so:

Und Gott pflanzte einen Garten in Eden gegen Morgen und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte. Und Gott der Herr ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume, lustig anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.

Und Gott gebot dem Menschen und sprach: Du sollst essen von allerlei Bäumen im Garten; aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen; denn welches Tages du davon ißt, wirst du des Todes sterben.

Im Garten Eden, der auch das Paradies genannt wird, wuchs neben normalen Pflanzen also der besondere Baum der Erkenntnis. Dieser Baum läßt sich leicht deuten als Symbol für den selbstbewußt denkenden, manipulierenden Verstand des Menschen. Im vorbewußten Zustand, also vor dem Verzehr der Äpfel dieses Baums, war der Mensch unsterblich. Daß er sich selbst nicht bewußt war, zeigt diese Zeile in der Bibel:

Und sie waren beide nackt, der Mensch und das Weib, und schämten sich nicht.

Der Sündenfall und seine Folgen

In der Bibel besteht der Sündenfall darin, daß die ersten Menschen, Adam und Eva, von der Schlange angestiftet, Äpfel vom Baum der Erkenntnis essen. Dies führte sofort zu einer Verhaltensänderung, die im 1. Buch Mose, Kapitel 3 so beschrieben wird:

Und sie [Eva] nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon, und er aß. Da wurden ihnen beiden die Augen aufgetan, und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren, und flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze.

Der Verzehr der Äpfel vom Baum der Erkenntnis führte beim Menschen zum Erwachen des selbstbewußt denkenden Verstandes. Die vorbewußte Zeit der Menschheit war beendet. Die Folgen sind gravierend und werden in der Bibel, 1. Buch Mose, Kapitel 4, so beschrieben:

Und zum Weibe sprach er [Gott]: Ich will dir viel Mühsal schaffen, wenn du schwanger wirst; unter Mühen sollst du Kinder gebären. Und dein Verlangen soll nach deinem Manne sein, aber er soll dein Herr sein.

Zu den Schwierigkeiten mit Schwangerschaft und Geburt siehe die Deutung weiter unten. Wie man sieht, führte das Erwachen des Verstandes zur Entstehung des Patriarchats, während Mann und Frau vorher gleichgestellt waren. Weiter heißt es In Kapitel 4:

Und zum Manne sprach er: [...] verflucht sei der Acker um deinetwillen! Mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren dein Leben lang. Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Kraut auf dem Felde essen. Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist.

Gott verdammte den Menschen also dazu, zum Ackerbauer zu werden und seine Nahrung selbst anzubauen. Der Mensch konnte sich nicht mehr von den Früchten im Garten Eden ernähren, sondern mußte selbst zum Bauern werden und mit viel Mühe seine Nahrung erzeugen. Dies wird noch einmal im nächsten Kapitel, dem Kapitel 5 im 1. Buch Mose verdeutlicht:

Und Adam erkannte sein Weib Eva, und sie ward schwanger und gebar den Kain und sprach: Ich habe einen Mann gewonnen mit Hilfe des Herrn.
Danach gebar sie Abel, seinen Bruder. Und Abel wurde ein Schäfer, Kain aber wurde ein Ackermann.

Eine Hälfte der Nachkommen ergriff also bereits den Beruf des Bauern, eine Tätigkeit, die im Paradies nicht nötig war. Zur Beurteilung des Bauern heißt es in der Bibel:

Und Gott sah gnädig an Abel und sein Opfer, aber Kain und sein Opfer sah er nicht gnädig an.

Gott scheint dem Ackerbauer also nicht wohlgesonnen gewesen zu sein.

Die Vertreibung aus dem Paradies

Die Vertreibung aus dem Paradies liest sich in der Bibel so:

Da wies ihn Gott aus dem Garten Eden, dass er die Erde bebaute, von der er genommen war. Und er trieb den Menschen hinaus und ließ lagern vor dem Garten Eden die Cherubim mit dem flammenden, blitzenden Schwert, zu bewachen den Weg zu dem Baum des Lebens.

Gott weist den Menschen aus dem Garten Eden und läßt das Tor zum Paradies von Engeln mit Flammenschwertern bewachen. Dies ist der deutlichste Hinweis, den die Bibel zur Lösung des Rätsels gibt: die Veränderungen, die dem Menschen nach dem Verzehr des Apfels vom Baum der Erkenntnis widerfahren, haben mit der Erfindung des Feuers zu tun.

Deutung aus der Sicht der Ernährung mit Rohkost

Die Erfindung des Feuers

Was genau hat der Mensch mit seinen neuen geistigen Fähigkeiten getan, daß die Bibel von einem Sündenfall spricht und schwere Folgen wie Schmerzen bei der Geburt auftreten? Was daran ist eine Sünde? Das Erwachen des Verstandes sieht doch lediglich nach einer normalen biologischen Entwicklung aus, die früher oder später auf jeden Fall stattgefunden hätte.

Die Antwort ist aus der Sicht der Rohkost ganz einfach: der Mensch erfand mit seinem nun bewußten Verstand das Feuer und fing an, seine Nahrung damit zu manipulieren. Im vorbewußten Zustand konnte er dies nicht tun, weil sein Verstand nicht auf derartige Ideen kam. Dies läßt sich leicht anhand des Verhaltens aller Tiere belegen: selbst die sehr intelligenten Affen können kein Feuer machen und kochen daher ihre Nahrung nicht. Erst der Mensch ist dazu imstande. Die Nutzung des Feuers für die Ernährung ist demzufolge unnatürlich und wird daher in der Bibel als Sünde bezeichnet. Sünde ist in der Bibel eine allgemeine Bezeichnung für ein Verhalten, das gegen die Natur gerichtet bzw. unnatürlich ist.

Die Cherubim, die das Tor zum Paradies bewachen, sind das Symbol für das Feuer, mit dem der Mensch seine Nahrung manipuliert und sich die Rückkehr ins Paradies selbst versperrt. Das bedeutet im Umkehrschluß, daß der Mensch jederzeit ins Paradies zurückkehren kann, sofern er mit dem Kochen aufhört.

Gesundheitliche Folgen

Das Kochen der Nahrung führte dazu, daß Schwangerschaften mühsam und die Geburt sehr schmerzhaft wurde, wie die meisten heutigen Frauen bestätigen können. Es geht auch anders. Berichte von Rohköstlerinnen zeigen eine deutliche Tendenz, daß Schwangerschaften mit Rohkost ohne Schwierigkeiten wie Erbrechen, Schwangerschafts-Diabetes, Ödeme, usw. ablaufen, und die Geburt verläuft meist wesentlich schneller als bei gekochter Ernährung.

Die nachträgliche Umstellung der Ernährung auf Rohkost bei einer bereits ausgewachsenen Frau kann jedoch erfahrungsgemäß nicht alle Schäden der gekochten Nahrung rückgängig machen, insbesondere den zu engen Knochenbau des Beckens, so daß es in den meisten Fällen nicht mehr möglich ist, Kinder mühelos zu gebären, wie es im Garten Eden der Fall war. Auch hat sich die Praxis der Rohkost während einer Schwangerschaft als äußerst schwierig herausgestellt. Die Gründe dafür sind noch nicht bekannt.

Es gibt eine sehr geringe Anzahl anekdotischer Berichte über Frauen, die sich von Geburt an roh ernährt haben und laut diesen Berichten keinerlei Schwierigkeiten mit Schwangerschaft und Geburt hatten. Bis uns ausführliche Berichte mitsamt Quellenangabe vorliegen, kann dies jedoch nur eine Randbemerkung bleiben.

Selbstverständlich treten außer schmerzhaften Geburten noch eine Vielzahl weiterer Schwierigkeiten auf, wenn man sich von gekochter Nahrung ernährt, beispielsweise Feindseligkeiten von Menschen untereinander. Die erste schwere Aggression gegen andere Menschen wird in der Bibel, 1. Buch Mose, Kapitel 4, so beschrieben:

Und es begab sich, als sie auf dem Felde waren, erhob sich Kain wider seinen Bruder Abel und schlug ihn tot.

Weitere gesundheitliche Folgen lesen sich in Kapitel 9 so:

Noah aber, der Ackermann, pflanzte als erster einen Weinberg. Und da er von dem Wein trank, ward er trunken und lag im Zelt aufgedeckt.

Der Ackerbau führte also zum Alkoholismus, ein Phänomen, das es bis heute gibt. Ferner scheint der wichtigste Zweck des Ackerbaus die Gewinnung von Drogen gewesen zu sein und ist es bis heute. Der nächste Abschnitt geht darauf weiter ein. Noah wurde übrigens trotzdem noch 950 Jahre alt.

Seßhaftigkeit und Ackerbau

Warum mußte der Mensch seine Nahrung selbst anbauen? Die Bibel läßt uns bei diesem Punkt im Stich. Hier soll folgende Erklärung gegeben werden: das Kochen verbreitete sich vermutlich anfangs, um Getreide und seine drogenartigen Wirkungen nutzen zu können, siehe dazu den ausführlichen Artikel Die Ursprünge der Landwirtschaft. Die Ernährung mit Getreide führte zum explosionsartigen Anwachsen der menschlichen Bevölkerung, zur Seßhaftigkeit und damit zur Notwendigkeit, die Nahrung systematisch anzubauen, da ein Leben aus der Natur nicht mehr möglich war.

Wegen infolge der Seßhaftigkeit wiederholt auftretender Nahrungsmittelknappheiten kam es zur Einführung des Patriarchats. Die Saharasia-These beschäftigt sich mit diesem Phänomen ausführlich.

Reduzierte Lebenserwartung

Ein Punkt, den auch heutige Wissenschaftler nicht zu deuten vermögen, ist die Frage des Todes bzw. der Unsterblichkeit. Ganz offensichtlich war der Mensch als er noch im Paradies lebte, unsterblich, während der Verzehr von mit Feuer behandelter Nahrung zum (vorzeitigen) Tod führt. Die Bibel gibt im Kapitel 5 einen Überblick über die Entwicklung der Lebenserwartung der damaligen Menschen:

  • Adam wurde 930 Jahre, zeugte seinen ersten Sohn mit 130
  • Set zeugte mit 105 Jahren seinen ersten Sohn und wurde 912
  • Enosch zeugte mit 90 seinen ersten Sohn und wurde 905
  • Kenan zeugte mit 70 sein erstes Kind und wurde 910
  • Mahlalel wurde 895
  • Jered wurde 962
  • Henoch wurde 365
  • Metuschelach wurde 969
  • Lamech wurde 777

Es ist ausdrücklich von Jahren die Rede. Theorien, daß hier Mondumläufe gemeint sein könnten, sind völlig haltlos, denn in weiteren Kapiteln ist von 120 Jahren die Rede; das wären bei Mondumläufen nur noch 9,36 Jahre und das kann nicht sein.

Kurz nach dem Sündenfall betrug die allgemeine Lebenserwartung obigen Zahlen zufolge um die 1000 Jahre. Selbst diese Zahl ist aus heutiger Sicht unvorstellbar. Die Verringerung der Lebenserwartung schritt jedoch schnell fort, wie man im Kapitel 6 nachlesen kann:

Als aber die Menschen sich zu mehren begannen auf Erden und ihnen Töchter geboren wurden, da sahen die Gottessöhne, wie schön die Töchter der Menschen waren, und nahmen sich zu Frauen, welche sie wollten. Da sprach Gott: Mein Geist soll nicht immerdar im Menschen walten, denn auch der Mensch ist Fleisch. Ich will ihm als Lebenszeit geben hundertundzwanzig Jahre.

Hier war die Lebenserwartung bereits auf 120 Jahre gesunken. Bis zu den heutigen 75 Jahren war es nicht mehr weit.

Zur Frage der Unsterblichkeit ist folgender schöner Dialog in dem Buch "Gespräche mit Gott" von Neale D. Walsch, Band 1, Seite 289-290 zu finden:

Gott: Siehst du, ihr scheint mit eurem jetzigen Leben zufrieden zu sein. Aber das Leben, und das zu erfahren mag dich überraschen, war eigentlich dazu gedacht, völlig anders gelebt zu werden. Und euer Körper war dazu angelegt, sehr viel länger zu halten.
Walsch: Tatsächlich?
Gott: Ja.
Walsch: Wieviel länger?
Gott: Unendlich länger.
Walsch: Was heißt das?
Gott: Es bedeutet, mein Sohn, daß er dazu angelegt war, ewig zu währen.
Walsch: Ewig?
Gott: Ja. Lies das: »für alle Zeiten«.
Walsch: Du meinst, wir sollten an sich niemals sterben?
Gott: Ihr sterbt nie. Das Leben ist ewig. Ihr seid unsterblich. Ihr verändert lediglich die Form. An sich hättet ihr noch nicht einmal so etwas nötig. Doch ihr habt euch dazu entschieden, das zu tun, ich nicht. Ich habe euch mit Körpern versehen, die ewig halten. Glaubst du wirklich, daß das Beste, was Gott ersinnen konnte und zuwege brachte, ein Körper ist, der nach sechzig, siebzig, vielleicht achtzig Jahren auseinanderfällt? Bildest du dir ein, das sei die Grenze meiner Fähigkeiten?
Walsch: Ich habe nie daran gedacht, es so auszudrücken...
Gott: Ich habe euren herrlichen Körper so entworfen, daß er ewig währt! Und die ersten von euch lebten tatsächlich in einem schmerzfreien Körper und ohne Angst vor dem, was ihr nun den Tod nennt.
In eurer religiösen Mythologie symbolisiert ihr eure zellulare Erinnerung an diese erste Menschenversion durch die, denen ihr den Namen Adam und Eva gegeben habt. Natürlich existierten mehr als zwei.

Die heutige Wissenschaft hat immerhin schon erkannt, daß sich sämtliche Zellen im menschlichen Körper ständig erneuern und wenn dies einmal nicht mehr möglich ist, weil eine Zelle das Ende ihres Lebens erreicht hat, Stammzellen die gestorbene Zelle ersetzen. Die Stammzellen wiederum werden ohne jegliche Begrenzung im Rückenmark produziert. Es gibt an sich also keinen Grund, warum der Mensch auf eine Lebenserwartung von 75 Jahren beschränkt sein sollte, zumal, da es Tiere gibt, die wesentlich älter werden.

Referenzen

Artikel

Bericht: Schwangerschaften mit veganer und instinktiver Rohkost

Informationen im Internet

Die Entstehung und Ausbreitung des Patriarchats (Saharasia-These)