Der Punkt der persönlichen Unbeweglichkeit

Aus Rohkost-Wiki
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In diesem Artikel geht es um die Beobachtung, daß viele Menschen im Zuge ihrer Ernährungsumstellung auf Rohkost einen Punkt erreichen, an dem sie nicht mehr weiterkommen und daher in die alte Ernährung zurückfallen.

Unmerkliche Veränderungen zur Gesundheit hin

Die Rohkost, wie sie in diesem Wiki empfohlen wird, also zu 100% durchgeführt, mit Lebensmitteln bester Qualität und unter Beachtung der eigenen Instinkte, hat die interessante Eigenschaft, einen Schritt für Schritt zur Gesundheit zu führen und zwar körperlich und geistig. Nähere Erläuterungen findet man in dem Artikel Heilung durch Rohkost-Ernährung. Viele dieser Schritte erfolgen unmerklich, d.h. man merkt erst im Nachhinein, was passiert ist.

Man wird also durch etwas scheinbar Einfaches wie eine Ernährungsumstellung in grundlegender Weise zur Gesundheit gebracht. Dies ist für viele Menschen eine unerwartete Erfahrung. Darüber hinaus ist umfassende Gesundheit etwas, das in seinen Auswirkungen frontal mit der momentanen Gesellschaft und Lebensweise kollidiert, die beide durch und durch krank sind. Den meisten Menschen ist nicht bekannt, welches Verhalten und welche Lebensweise mit umfassender Gesundheit einhergehen. Echte Gesundheit ist praktisch eine Unbekannte. Eine kurze Definition von Gesundheit findet man in dem Artikel Heilung und Gesundheit.

Anhalten der eigenen Entwicklung

Dies hat zur Folge, daß viele Menschen, die sich auf rohe Ernährung umstellen, an dem einen oder anderen Punkt feststellen, daß ihre Gesundung ihnen nicht mehr paßt. Gründe dafür, die oft genannt werden, sind:

  • mangelnde gesellschaftliche Akzeptanz
  • kaum noch entfernbare Zahnfüllungen
  • Probleme mit Partnern und Familie
  • finanzielle Grenzen
  • Bequemlichkeit
  • fehlender Genuss
  • Ummöglichkeit, weiter dem bisherigen Beruf nachzugehen

Wenn man diese Gründe untersucht, stellt man fest, daß die Person, die sie nennt, den Punkt ihrer persönlichen Unbeweglichkeit erreicht hat, d.h. nicht länger bereit ist, Anpassungen an ihrer Lebensweise vorzunehmen, um weiter auf dem Weg der Heilung voranzuschreiten. Die Gründe sind alle nachvollziehbar, für die jeweilige Person also echt. So verständlich sie jedoch sind, so wenig nützen sie etwas für die eigene Entwicklung. In Analogie zum Peter-Prinzip, nach dem jeder Mitarbeiter so lange befördert wird, bis er in der Hierarchie auf der Stufe seiner Unfähigkeit angekommen ist, gilt folgendes:

Ein Rohköstler, der an dem Punkt seiner persönlichen Unbeweglichkeit angekommen ist, kehrt zur Kochkost zurück.

Die Rohkost erweist sich trotz ihrer scheinbaren Einfachheit auf die Dauer als ein mächtiges Mittel, um jemanden, der sie praktiziert, wieder voll beweglich zu machen und in den Fluß des Lebens zurückzubringen. Das bedeutet, daß die körperliche und viel wichtiger die geistige Beweglichkeit wiederhergestellt werden. Wer sich diesem Prozeß widersetzt und sich nicht bewegt, fällt aus der Rohkost heraus und kann sie erst dann wieder fortsetzen, wenn er bereit ist, den nächsten Schritt im Leben zu tun.

Lebensalter und geistige Beweglichkeit

Es hat sich aus den Beobachtungen hunderter von Menschen, die ihre Ernährung auf Rohkost umgestellt haben, herauskristallisiert, daß es Grenzen für die Umstellung gibt, die kaum jemand zu überschreiten vermag.

Die körperliche Grenze ergibt sich aus der Tabelle im Abschnitt Dauer der Entgiftung und liegt bei einem Alter von ungefähr 55 Jahren. Das bedeutet, daß fast niemand, der älter als 55 Jahre ist, es noch schafft, sich dauerhaft auf Rohkost umzustellen und sich vollständig zu entgiften.

Die geistige Grenze liegt niedriger, bei etwa 40 Jahren. Menschen, die älter sind, sind in ihren Gewohnheiten und Ansichten meist so festgefahren, daß sie es nicht mehr schaffen, ihr Leben an die Veränderungen, die die neue Ernährung mit sich bringt, anzupassen. Ihre geistige Beweglichkeit reicht nicht mehr aus.

In diesem Zusammenhang ist es eine interessante Beobachtung, daß es eine gewisse Tendenz gibt, daß Menschen aus Berufen, die häufigen Kontakt mit Menschen oder aus anderen Gründen ein schnelles Umdenken erfordern, mit der Rohkost besser zurechtkommen als Personen aus Berufen, in denen wenig Flexibilität nötig ist. Wer in seinem Beruf eine hohe geistige Beweglichkeit benötigt, tut sich mit der Rohkost leichter, weil er geistig gesünder ist als die erstarrte Masse, die jeden Tag mehr oder weniger das selbe tut. Anders formuliert: Menschen mit hoher geistiger Beweglichkeit leben bereits mehr im Befragungszustand, der für die Praxis der Rohkost erforderlich ist und haben es deswegen mit der Rohkost leichter.

Referenzen