Der gekochte und der rohe Charakter

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Dieser Artikel stellt das Denken und Verhalten von Menschen, die sich langfristig zu 100% von Rohkost ernähren dem Denken und Verhalten von Menschen gegenüber, die ihre Nahrung ganz oder teilweise kochen. Ferner werden die Ursachen für die Unterschiede erörtert.

Rohes und gekochtes Denken und Verhalten im Vergleich

Die folgende Tabelle stellt den Idealtyp rohen Denkens bzw. Verhaltens dem Extremfall 100%ig gekochten Denkens gegenüber.

Rohes Denken/Verhalten Gekochtes Denken/Verhalten
Sieht sich als Lebewesen geistigen Ursprungs an Verleugnet oder bezweifelt seinen geistigen Ursprung
Erlebt Innen- und Außenwelt als Einheit Erlebt die Außenwelt als getrennt von sich
Sieht die Natur als liebevoll, als Freund und als perfekt an, vertraut ihr Sieht die Natur als grausam und feindlich und fehlerhaft an, mißtraut ihr und versucht, sie zu "verbessern" und ihr seine Vorstellungen aufzuzwingen
Sieht das Leben als Fülle und lebt in dieser Fülle Sieht sich von Mangel, Armut und Not bedroht, lebt im Mangel und oft auch in Armut und Not
Hat hohen Respekt vor allen Mitgeschöpfen und geht freundlich mit ihnen um Hat wenig oder keinen Respekt vor anderen Geschöpfen, verachtet alle weniger intelligenten oder angeblich "niederen" Lebewesen
Sieht alle Geschöpfe als gleichermaßen wertvoll an Glaubt an Ebenen von höher- und minderwertigen Lebewesen
Ist mitfühlend mit anderen Lebewesen Ist gleichgültig gegenüber anderen Lebewesen
Liebt Vielfalt und Abwechslung Mißtraut Vielfalt, erschafft landwirtschaftliche Monokulturen, monogame Beziehungen, eintönige, langweilige und spezialisierte Arbeitsplätze, abwechslungsarme Ernährung mit wenigen immer wiederkehrenden Bestandteilen
Mag keine Hierarchien und ordnet sich dort nur widerwillig oder gar nicht ein, sieht alle Stufen der Evolution und alle Positionen in der Gesellschaft usw. als gleichwertig an Denkt in Ranglisten und Hierarchien und hat ein starkes Bedürfnis, sich dort einzuordnen
Lehnt Strukturen, die auf Befehl und Gehorsam beruhen, ab Liebt Strukturen, die Befehle erteilen und Gehorsam fordern, gehorcht gerne, erteilt aber auch selbst Befehle (nach oben buckeln, nach unten treten)
Mag keine Befehle und Anweisungen, beurteilt lieber selbst, was zu tun ist Gehorcht Befehlen und Anweisungen bedingungslos, auch wenn dadurch andere massiv geschädigt oder in ihren Rechten verletzt werden (Kadavergehorsam)
Verabscheut Gewalt, Polizei, Militär und Kriegsspiele Liebt Gewalt, Polizei, Militär und Kriegsspiele
Nutzt Macht, um etwas zum Wohle der Gemeinschaft zu verändern Mißbraucht Macht, um andere zu gängeln und zu maßregeln, schadet der Gesellschaft und verfolgt ausschließlich seine eigenen Interessen
Mag keine Gewalt und keinen Zwang, sucht gewaltlose Lösungen Wendet Zwang und Gewalt gewohnheitsmäßig an, um Schwierigkeiten zu lösen
Läßt anderen ihre Freiheit Versucht, andere zu bevormunden, einzuschränken und zu kontrollieren
Lebt nicht auf Kosten anderer Versucht, andere auszubeuten und zu übervorteilen
Findet die Erzielung von Einkommen oder Gewinnen ohne Gegenleistung pervers Findet die Erzielung von leistungslosen Einkommen gut und versucht, sich ein solches Einkommen zu verschaffen
Ist großzügig und beschenkt andere Ist kleinlich und geizig
Ist freundlich zu Schwächeren, nutzt eigene Überlegenheit nicht aus Verhält sich grausam gegenüber vermeintlich Schwächeren, nutzt eigene Überlegenheit und Schwächen der anderen gezielt aus
Sagt anderen offen und ehrlich, was er von ihnen hält, wenn möglich in wohlwollender Weise Zieht hinter dem Rücken anderer über sie her und macht sie schlecht, ist aber zu feige, ihnen dies ins Gesicht zu sagen
Liebt sich selbst so wie alle anderen Mag sich selbst nicht, neigt zum Masochismus und zum Sadismus
Lebt von dem, was da ist, legt keine Vorräte an, vertraut darauf, daß immer genug da sein wird Hamstert so viel nur geht, fürchtet sich vor Mangel
Findet Besitz sinnlos, legt nur Wert auf Respektierung des geringen persönlichen Eigentums Ist grenzenlos besitz- und habgierig, definiert willkürlich Besitzrechte auf Dinge und Menschen und verteidigt diese dann mit allen Mitteln, insbesondere mit Gewalt
Liebt freie, offene Räume Braucht Grenzen und Zäune
Sieht das Leben als unendliche Vielfalt von Möglichkeiten Sieht das Leben als Kampf, den nur der gewinnt, der am rücksichtslosesten und stärksten ist
Nimmt nur das, was er zum Leben benötigt, schont Ressourcen, hält Maß, lebt bescheiden Rafft alles an sich, was er kriegen kann, beutet Ressourcen bis zu deren völliger Zerstörung aus, ist maßlos und größenwahnsinnig
Gönnt sich alles, was er benötigt Kasteit sich
Sieht in anderen Menschen mögliche Partner für gemeinsame Erfahrungen Sieht in anderen Menschen Rivalen, die es auszuschalten, zu übervorteilen und auszustechen gilt
Liebt Spiele, bei denen alle gewinnen Liebt Spiele, bei denen nur einer gewinnt und alle anderen verlieren
Macht sich nicht die Mühe, immer der Beste zu sein, geht seinen eigenen Weg Ist auf der Jagd nach Pokalen, Medaillen, Urkunden, Preisen und anderen Bestätigungen dafür, der Beste zu sein, ordnet diesem Tun oft sein ganzes Leben unter
Übernimmt die Verantwortung für seine Gesundheit und körperliche Integrität Hält Gesundheit und körperliche Integrität für Zufall und überlässt die Verantwortung dafür meist anderen
Lebt eine natürliche, von kulturellen Beschränkungen befreite Sexualität Kann Sexualität nicht vom Einfluss kultureller Beschränkungen befreien
Mag keine Schuldzuweisungen, ergründet die Ursachen von Schwierigkeiten Beschuldigt gerne andere für das, was ihm widerfahren ist, interessiert sich nicht für die Ursachen von Schwierigkeiten
Übernimmt Verantwortung für das eigene Tun Weist die Verantwortung für das eigene Tun anderen zu (meist Höhergestellten in der Hierarchie)
Sieht Gott als die absolute Liebe an, die allen totale Freiheit gewährt Sieht Gott als mißmutigen Sadisten an, der Rachefeldzüge gegen seine Geschöpfe führt, wenn sie nicht das tun, was er will
Liebt das Unbekannte und die Möglichkeiten, die daraus erwachsen, strebt nach Freiheit und Autonomie Hat Angst vor dem Unbekannten, strebt nach Sicherheit, auch wenn er dazu seine Freiheit aufgeben muß
Paßt sein Leben jederzeit an Änderungen an, ist geistig beweglich, lebt im Befragungszustand Klammert sich ängstlich an den momentanen Zustand, ist geistig unbeweglich, lebt im Behauptungszustand
Niedriges Sicherheitsbedürfnis, Vertrauen in Gott Hohes Sicherheitsbedürfnis bis hin zur Paranoia, kein Vertrauen in Gott bzw. Leugnung von Gott
Fürchtet sich nicht vor dem Tod, sondern sieht ihn als Übergang an Fürchtet sich geradezu panisch vor dem Tod
Nutzt Möglichkeiten bestimmungsgemäß Mißbraucht Möglichkeiten grundsätzlich
Achtet auf Ordnung, überläßt natürliche Vorgänge der Ordnung der Natur, auch wenn er diese nicht versteht Ist unordentlich, hinterläßt überall Abfall, Schmutz und Zerstörung, besonders gerne in freier Natur und wenn niemand hinschaut
Wendet sich von nicht funktionierenden Vorhaben ab und versucht einen anderen Weg Führt Vorhaben in hartnäckiger Weise weiter durch, auch wenn sie nicht funktionieren bzw. ihr Ziel verfehlen
Betrachtet Symbole als Wegweiser auf seinem Lebensweg Hält Symbole für heilig, investiert sehr viel Energie in symbolische Handlungen, die nichts bewirken
Ernährt sich real, erfüllt die körperlichen Bedürfnisse. Ernährt sich symbolisch, täuscht die Erfüllung der körperlichen Bedürfnisse lediglich vor.
Denkt langfristig, zieht langfristig funktionierende Lösungen kurzfristigen vor Denkt kurzfristig, behebt Probleme nur kurzzeitig
Lebt im Hier und Jetzt Lebt in der Vergangenheit und/oder in der Zukunft
Liebt Ehrlichkeit, verabscheut Lügen, manipuliert andere niemals, ist ehrlich zu sich selbst Zieht die Lüge der Wahrheit vor, lügt und betrügt, sofern die Aussichten gut sind, nicht entdeckt zu werden, manipuliert andere gerne, belügt sich selbst
Ist nicht bestechlich, nicht korrumpierbar und integer Läßt sich gerne bestechen, ist leicht korrumpierbar und nicht integer
Hält Abmachungen ein, selbst wenn dies zu Schwierigkeiten für ihn führt Geht Verträge und Abmachungen ein, um sie oft sofort danach zu brechen. Bricht Abmachungen bei jeder sich bietenden Gelegenheit bzw. bei der kleinsten Schwierigkeit, verlangt von anderen aber, sie unter allen Umständen einzuhalten
Lebt nach dem Motto "gleiches Recht für alle" Mißt mit zweierlei Maß, vergibt Sonderrechte für höher Gestellte in der Hierarchie, die meist darauf hinauslaufen, keinerlei Rechte von tiefer Gestellten der Hierarchie mehr respektieren zu müssen, lebt nach dem Motto "der Zweck heiligt die Mittel"
Bevorzugt bei unerwünschtem Verhalten Folgen statt Strafen Bevorzugt bei unerwünschtem Verhalten Strafen statt Folgen
Sieht eigenes Fehlverhalten ein und ändert es Sieht eigenes Fehlverhalten nicht ein und beharrt darauf, es fortzusetzen
Ist kreativ und schöpferisch tätig und verwirklicht eigene Ideen Hat wenige eigene Ideen und kopiert daher die Werke anderer, oft, ohne dies kenntlich zu machen. Schmückt sich gerne mit fremden Federn
Denkt ganzheitlich, verschafft sich gerne umfassendes Wissen, bewahrt den Überblick Denkt in Einzelheiten, verschafft sich gerne Spezialwissen, verliert den Überblick
Kann abstrakt und vorausschauend denken und so die langfristigen Folgen des eigenen Handelns abschätzen Hat die Fähigkeit zu abstraktem und vorausschauendem Denken verloren, kann die Folgen seines Handelns bestenfalls noch kurzfristig abschätzen
Nutzt beide Gehirnhälften und ihre Fähigkeiten gleichmäßig Nutzt die linke Gehirnhälfte weitaus stärker als die rechte
Lebt und liebt nach dem Motto "sowohl...als auch" Lebt und liebt nach dem Motto "entweder...oder"

Anmerkungen:

  • Die Tabelle gibt die Beobachtungen an einer großen Zahl von Menschen wieder. Einzelne Personen müssen sich nicht notwendigerweise so verhalten wie auf der linken oder rechten Seite der Tabelle beschrieben.
  • Einige Punkte überschneiden sich zum Teil.
  • Der Einfachheit halber (und wie im Patriarchat üblich) wurde die männliche Form als Subjekt der Denk- und Verhaltensweisen verwendet.

Ursachen für die Unterschiede roh/gekocht

Die meisten Unterschiede im Verhalten roh bzw. gekocht essender Menschen lassen sich wie folgt einordnen und erklären:

Gekochtes Denken oder Verhalten Ursache
Hierarchisches Denken Ernährung mit hohem Getreideanteil
Fehlendes Mitgefühl Defekte Spiegelneuronen und/oder Störung von Neurotransmittern durch heterozyklische Amine oder andere Gifte in gekochter Nahrung
Mangeldenken und Besitzdenken Mangelernährung, die sich vom Körper auf den Geist überträgt
Permanente Rivalität mit anderen Leben im Fortpflanzungs-Programm infolge von Ernährung mit hohem Getreide-Anteil
Geistige Unbeweglichkeit Fehlen von langkettigen Fettsäuren in der getreidebasierten Ernährung
Einseitige Bevorzugung der linken Gehirnhälfte Schädigung der rechten Gehirnhälfte durch Gifte in gekochter Nahrung

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