Händigkeit eine Folge der Ernährung mit Kochkost?

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In diesem Artikel werden Überlegungen zu der folgenden Hypothese angestellt: Ist die Händigkeit von Menschen eine Folge der Ernährung mit Kochkost?

Dominierende Rechtshändigkeit bei allen Menschen

Es geht um die bei der überwiegenden Mehrheit der Menschheit zu beobachtende Rechtshändigkeit. Diese ist ein bisher nicht erklärtes und in dieser Einseitigkeit höchst erstaunliches Phänomen. Es gibt einen Artikel, der sich recht ausführlich damit befaßt: Artikel zur Händigkeit bei Wikipedia.

Laut diesem Artikel sind 90% aller Menschen Rechtshänder und 10% Linkshänder. Dies gilt unabhängig von der Kultur, der Herkunft oder der Geschichte der Menschen. Sogar die ausgestorbenen menschlichen Rassen der Neandertaler und Australopithecus waren überwiegend Rechtshänder, wie man durch Untersuchung von Kampfverletzungen herausgefunden hat (dazu später noch mehr). Bei Tieren gibt es zwar eine Händigkeit, jedoch sind Rechts- und Linkshänder ungefähr gleich stark vorhanden.

Wenn wir nach der Ursache der bei Menschen dominierenden Rechtshändigkeit fahnden, müssen wir einen Faktor finden, den alle Menschen auf der Erde gemeinsam haben und zwar schon seit langer Zeit, denn der Australopithecus lebte vor 3 Millionen Jahren auf der Erde.

Der gemeinsame Faktor

Was ist dieser Faktor? Wikipedia weiß es nicht. Aber wir haben eine begründete Vermutung, was es sein könnte: das Kochen der Nahrung.

Kein Tier kocht seine Nahrung. Folglich gibt es keine dominierende Händigkeit bei Tieren. Es gibt nur so etwas wie individuelle Vorlieben: die eine Katze nimmt gerne ihre rechte Pfote, um Fische zu angeln, die andere ihre linke. Beide Arten von Katzen gibt es etwa gleich häufig. Es ist keine Einseitigkeit zu erkennen.

Im Gegensatz dazu kochen nahezu 100% der Menschen ihre Nahrung. Dieser Faktor ist also, so wie gefordert, unabhängig von Kultur, Geographie und - bis zu einem gewissen Grad - auch unabhängig von der Geschichte. Neandertaler und Australopithecus nutzten das Feuer bereits. Sehr typisch ist, daß man ihre Händigkeit anhand von Kampfverletzungen nachweisen konnte, denn Kochkost macht neben vielen anderen schädigenden Auswirkungen chronisch aggressiv und besitzgierig, so daß es mit dieser Ernährung permanent zu Konflikten und Kriegen kommt. Auch im Jahr 2009, in dem dieser Artikel geschrieben wurde, wurden mehrere Kriege auf der Erde geführt, und der Mensch beweist immer noch, daß er unfähig ist, ohne ständige Gewaltandrohung durch Polizei, Justiz und Militär friedlich zusammenzuleben.

Es hat auch eine Zeit in der Geschichte der Menschheit gegeben, in der es keine Kämpfe gab und entsprechend keine daher rührenden Spuren auf den Skeletten gefunden wurden. Hier wäre nachzuforschen, ob auch diese Menschen bereits eine dominierende Händigkeit aufwiesen. An sich müßte dies leicht möglich sein, weil Händigkeit mit einer Vergrößerung der bevorzugt verwendeten Hand einhergeht und dies auch bei einem Skelett nachweisbar ist.

Einseitige Nutzung der Hirnhälften bei Menschen

Wenn die Kochkost der gesuchte Faktor ist, der die dominierende Rechtshändigkeit des Menschen erklärt, was ist dann der Wirkmechanismus? Hier folgt eine weitere Hypothese. Sie lautet: Kochkost schädigt hauptsächlich die rechte Gehirnhälfte. Dies ist immer noch nicht der exakte biochemische Wirkmechanismus der gekochten Nahrung, aber die Hypothese bringt uns trotzdem ein Stück weiter im Verständnis des Phänomens Händigkeit.

Die Steuerung der Gliedmaßen erfolgt bekanntlich überkreuz, d.h. die rechte Gehirnhälfte steuert die linke Hand und die linke Gehirnhälfte die rechte Hand. Selbst die Sehnerven überkreuzen sich. Eine Ausnahme sind die Ohren. Das rechte Ohr ist mit der rechten Gehirnhälfte verbunden, das linke mit der linken. Eine ernährungsbedingte Schädigung und Schwächung der rechten Gehirnhälfte würde also dazu führen, daß die linke Körperhälfte nicht mehr so präzise gesteuert werden kann wie die rechte. Dies würde vermutlich vom Inhaber des Körper bemerkt werden ("mit links bin ich ungeschickt") und zur bevorzugten Nutzung der rechten Körperhälfte führen.

Wie wir gleich sehen werden, bezieht sich die einseitige Nutzung der Gliedmaßen keineswegs nur auf Tätigkeiten mit hohen Anforderungen an die Geschicklichkeit. Auch einfache motorische Tätigkeiten wie das Gehen und Laufen unterliegen der Händigkeit, wenngleich das Wort "Hand" hier nicht ganz passend ist. Man müßte an sich von Rechtsbeinigkeit oder Rechtsfüßigkeit sprechen. Um die Dinge nicht unnötig zu komplizieren, werden wir dies hier nicht tun, sondern weiter den Begriff Händigkeit verwenden.

Menschen nutzen nicht nur ihre rechte Hand stärker, sondern auch ihr rechtes Bein und ihren rechten Fuß. Diese einseitige Nutzung hat zur Folge, daß rechte Hand und rechter Fuß bei den meisten Menschen deutlich sichtbar ein wenig größer sind als die Gliedmaßen der linken Körperhälfte. Auch die Muskulatur der rechten Körperhälfte ist meist kräftiger entwickelt als die der linken. Dies hat kuriose Folgen.

Die Linksrunde im Supermarkt

Eine dieser Folgen besteht darin, daß die meisten Menschen es bevorzugen, eine Runde links herum zu laufen. Schon bei den alten Griechen und Römern war die Linksrunde durch bestimmte dafür gestaltete Gebäude eine bekannte Methode zum Vorbereiten einer Rede bzw. allgemein zum Nachdenken. Diese einseitige Bevorzugung einer Gehrichtung hat dazu geführt, daß 98% aller Supermärkte den Eingang rechts und die Kassen links haben, wie man in folgendem schönen Zeitungsartikel nachlesen kann: Warum geht es im Supermarkt immer linksrum?

Die Händigkeit führt also dazu, daß das rechte Bein kräftiger ist als das linke und wir mit ihm ein bißchen stärker ausschreiten als mit dem linken Bein. Dies ergibt eine Linksrunde. Übrigens führt dieses Phänomen auch dazu, daß Menschen, die sich im Nebel verirren, nach einer mehr oder weniger großen Linksrunde wieder an ihrem Ausgangspunkt ankommen.

Wir haben nunmehr schon einige Beweise für unsere Hypothese gesammelt. Gibt es noch mehr, vielleicht im geistigen Bereich statt auf der Ebene des Körpers und seiner Koordination? Ja, es gibt solche Beweise.

Dominierende Fähigkeiten im geistigen Bereich

Die Gehirnhälften funktionieren übereinstimmend bei den meisten Menschen so, daß die analytischen Fähigkeiten, das sequentielle, lineare Denken und das Sprachzentrum von der linken Gehirnhälfte realisiert werden, während ganzheitliches Denken, Parallelität, nichtlineares und bildhaftes Denken von der rechten Gehirnhälfte ausgeführt werden. Nicht ganz zufällig sind genau diese Fähigkeiten auf der ganzen Welt unterrepräsentiert (und ihr Mangel wird beklagt), während die Fähigkeiten der linken Gehirnhälfte dominieren. Man kann das auch in diversen Berufen sehr schön bewundern, wenn man beobachtet, wie Leute an Probleme herangehen. Die meisten Menschen versuchen, Probleme mit ihrer analytischen linken Gehirnhälfte zu lösen und sind daher überfordert, wenn Probleme ganzheitliches oder nichtlineares Denken beziehungsweise Intuition erfordern. Diese Beobachtungen untermauern die Hypothese der Schädigung der rechten Gehirnhälfte durch gekochte Nahrung.

Zusammenfassung und Beobachtungen aus der Rohkost-Praxis

Wir haben damit genug beisammen, um die Hypothese, daß das Kochen beim Menschen zur einseitigen Rechtshändigkeit führt, zu untermauern. Auch die davon abgeleitete Hypothese, daß Kochkost die rechte Gehirnhälfte viel stärker schädigt als die linke, ist durch die vorstehenen Überlegungen plausibel geworden. Kann die Hypothese auch in der umgekehrten Richtung verifiziert werden, d.h. beobachten Rohköstler mit zunehmender Praxis eine gleichmäßigere Nutzung ihrer Gliedmaßen?

In der Tat gibt es einige Berichte von Rohköstlern darüber, daß sie angefangen haben, sich das Schreiben mit der linken Hand beizubringen oder alltägliche kleine Tätigkeiten zur Abwechslung mit der linken Hand statt immer nur rechts auszuführen. Es liegt in der Natur der Sache, daß aufgrund der kleinen Zahl von Rohköstlern nur wenige Berichte darüber existieren. Wer einen Erfahrungsbericht zu diesem Thema beitragen möchte, ist herzlich dazu eingeladen. Ansprechpartner dazu finden sich auf der Seite Rohkost-Wiki:Impressum.

Literatur

Paul E. Dennison: Befreite Bahnen.
VAK Verlags GmbH 2004, 178 Seiten. ISBN 3-924-07701-0
Buchbesprechung und Kapitelübersicht
Buch Paul E. Dennison Befreite Bahnen.JPG

Informationen im Internet

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