Lebensmittel zur Ausleitung von Schwermetallen

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Dieser Artikel ist stark subjektiv, weil er nur auf den Beobachtungen einer Handvoll von Personen beruht. Erfahrungen von Rohköstlern mit der Entgiftung von Schwermetallbelastungen sind leider sehr selten. Wer Erfahrungen beisteuern möchte, ist herzlich dazu eingeladen. Ansprechpartner dazu finden sich auf der Seite Rohkost-Wiki:Impressum.

Es hat sich herauskristallisiert, daß es vier Gruppen von Lebensmitteln gibt, die bei der Ausleitung von Schwermetallen nützlich sind:

  • Direkt ausleitende Lebensmittel
  • Lebensmittel, die Stoffe liefern, die durch die Metallbelastung verstärkt benötigt werden
  • Lebensmittel, die die Organe während der Metallentgiftung schützen
  • dem Abtransport gebundener Metalle dienende Lebensmittel

Diese Gruppen werden im Folgenden näher beschrieben.

Direkt ausleitende Lebensmittel

Direkt ausleitende Lebensmittel binden Schwermetalle, so daß sie wasserlöslich werden und anschließend über die Niere oder den Darm ausgeschieden werden können. Die Bindung erfolgt nach dem bisherigen Kenntnisstand der Wissenschaft über Schwefelgruppen, die Sulfhydrilgruppen heißen. Sie bestehen aus einem Schwefel- und einem Wasserstoffatom. Schwefel hat eine sehr hohe Affinität zu Schwermetallen. Die meisten direkt ausleitenden Lebensmittel zeichnen sich durch einen hohen Schwefelgehalt aus. Bei der Bindung eines Metallatoms wird in zwei Sulfhydrilgruppen (auch SH-Gruppen genannt) der Wasserstoff (H) durch das Metallatom ersetzt, so daß eine S-Hg-S-Gruppe entsteht (Schwefel-Quecksilber-Schwefel). Diese Verbindung ist sehr stabil und kann zusammen mit dem Eiweiß-Rest des Moleküls, an dem die Gruppe hängt, ausgeschieden werden.

Macadamianüsse
abgefüllter Palmnektar

Eine weitere Möglichkeit der Bindung von Schwermetallen ist die Oxidation. Auf diese Weise tragen Vitamin C, Vitamin E und β-Carotin zur Entgiftung von Metallen bei.

Zu den direkt ausleitenden Lebensmitteln gehören:

Lebensmittel Inhaltsstoff
Pollen in der Wabe Schwefel
Cempedak Schwefel
Dattel Schwefel
Durian Schwefel
Eigelb Schwefel
Erdnuss Schwefel, Vitamin E
Fisch Schwefel
Fleisch Schwefel
Kohlsorten, diverse Schwefel
Koriander unklar
Kräuter Vitamin C, β-Carotin
Lauchgewächse, diverse Schwefel
Macadamianuss Schwefel, Vitamin E
Meerestiere Schwefel
Palmnektar Schwefel
Paranuss Schwefel, Vitamin E
Saft der Trinkkokosnuss Schwefel
Zitrusfrüchte Vitamin C
Zwiebel Schwefel

Hinweise:

  • zu den Lauchgewächsen zählen unter anderem Schnittlauch, Bärlauch, Knoblauch und Lauch.
  • zu den Kohlsorten zählen beispielsweise Rotkohl, Blumenkohl, Kohlrabi, Weißkohl, Brokkoli, Grünkohl und Rosenkohl.
  • zu den Meerestieren zählen unter anderem Kaisergranat, Taschenkrebs, diverse Muschelarten, Hummer, Languste und diverse Garnelenarten

Verstärkt benötigte Lebensmittel

So lange die Metallbelastung nicht abgebaut ist, stört sie die biochemischen Vorgänge im Körper erheblich, indem sie u.a. Proteine und Enzyme blockiert und funktionsunfähig macht. Ferner werden bestimmte Substanzen, die in der Ernährung vorkommen, in besonders starkem Maße benötigt. So ist bekannt, daß Schwermetalle Vitamin B12 zerstören und auf diese Weise zu einem erhöhten Bedarf an diesem Vitamin führen. Ferner ist, wie allgemein bei Entgiftungen, der Mineralstoffbedarf erhöht.

Zu den verstärkt benötigten Lebensmitteln gehören:

Leber
Sesam
Lebensmittel Inhaltsstoff
Eierschale Kalzium
Fisch Vitamin B12, Jod
Fleisch Vitamin B12, Eisen
Haselnuss Kalzium
Knochenenden, weiche Kalzium
Knochenmark Fett
Kräuter Kalzium, Eisen
Leber Vitamin B12
Linse Kupfer, Zink
Macadamianuss Kupfer, Zink
Meerestiere Jod
Mohn Kalzium
Orange Kalzium
Paranuss Kupfer, Zink
Sesam Kalzium, Fett
Stangensellerie Kalzium

Schützende Lebensmittel

Während der Mobilisierung von Schwermetallen, die über den Blutstrom zu den Ausscheidungsorganen transportiert werden müssen, kann es zu einer Rückvergiftung kommen. Wenn man die Ausleitung der Metalle durch den Ernährungsinstinkt leiten läßt, sich also zu 100% instinktiv von Rohkost ernährt, dann ergreift der Instinkt gegen diese Rückvergiftung Schutzmaßnahmen, indem er den Bedarf an Lebensmitteln erhöht, die eine Schutzfunktion haben. Dies sind hauptsächlich fetthaltige Lebensmittel, die das Gehirn schützen und vermutlich als Puffer für vagabundierende gelöste Schwermetalle dienen, die sich sonst im Fettgewebe von Gehirn oder Nieren wieder ablagern würden.

Zu den schützenden Lebensmitteln gehören:

Lebensmittel Inhaltsstoff
Avocado Fett
Fisch, fetter Fett
Fleisch, fettes Fett
Olive Fett, Kalzium
Macadamianuss Fett
Paranuss Fett
Safu, ggf. angetrocknet Fett, eventuell auch Kalzium

Abtransportierende Lebensmittel

Durch die Bindung der Schwermetalle an schwefelhaltige Proteine entsteht ein Metall-Protein-Komplex, der zwar wasserlöslich und stabil aber immer noch giftig ist. Es ist daher sinnvoll, immer genug Wasser zu trinken, um den Nieren die Ausscheidung dieser Komplexe zu erleichtern.

Anmerkungen

  • Speziell bei Schwermetallen nutzt der Körper nicht nur den Darm und die Nieren als Ausscheidungsorgane, sondern auch die Lunge und eventuell sogar die Haut. Eine Metallausleitung macht sich oft dadurch bemerkbar, daß der Patient zu hüsteln anfängt, siehe dazu die entsprechenden Aussagen im Vortrag von Dr. med. Dietrich Klinghardt über Schwermetalle. Ferner zieht das Immunsystem gezielt Pilze heran, weil diese in ihren Wänden Metalle speichern können. Es kann also zum Auftreten von Hautpilzen, Nagelpilzen, Darmpilzen, usw. kommen. Diese Phänomene können je nach Stärke der Belastung mit Metallen sehr lästig werden. Die Gabe von Antimykotika ist in solchen Fällen verfehlt und schadet sogar, weil dadurch die gespeicherten Metalle aus den Wänden der sterbenden Pilzzellen freigesetzt werden.
  • Fische und andere Meerestiere bringen zum Teil erhebliche Belastungen an natürlich vorhandenem Quecksilber mit (Quecksilber ist ein natürliches Element im Meereswasser) und können beim Verzehr großer Mengen das Ziel einer Ausleitung von Schwermetallen möglicherweise sabotieren. Über diese Frage gibt es bisher keine Klarheit, denn obwohl speziell fetthaltige Fische und Raubtiere wie der Taschenkrebs hohe Quecksilbermengen enthalten, ist es zum einen eine weitgehend natürliche Belastung (der Mensch trägt nur etwa ein Sechstel zum Quecksilberumschlag der Erde bei), zum anderen gibt es Vermutungen, daß in Fisch gespeichertes Quecksilber wenig schädlich ist, weil es bereits an Sulfhydrilgruppen gebunden ist. Bis diese Fragen geklärt sind, ist man möglicherweise mit einer leichten Präferenz hin zu Fleisch von Landtieren gut beraten.

Weitere Informationen

Ausleitung von Schwermetallen
Rohkost und Entgiftung
Nährstoffe von Lebensmitteln