Mangelerscheinungen bei veganer oder vegetarischer Rohkost

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Dieser Artikel beschreibt die bisher beobachteten Mangelerscheinungen, die bei vegetarischer bzw. veganer Rohkost auftreten können. In der Regel verbessert sich die Gesundheit zunächst stark, wenn man seine Ernährung von Kochkost auf Rohkost umstellt, egal, ob es sich um vegane Rohkost handelt oder nicht. Nach einer von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlichen Zeitspanne - beobachtet wurden Zeiten von 3 Monaten bis zu 5 Jahren - verschlechtert sich die Gesundheit aufgrund der sich manifestierenden Mängel wieder.

Fehlende Nährstoffe

Zunächst sollen die Nährstoffe beleuchtet werden, an denen es bei vegetarischer Ernährung mangelt. Die Folgen der Mängel werden in späteren Abschnitten erörtert. Folgende Substanzen sind in tierischen Lebensmitteln vorhanden, während sie in pflanzlichen Lebensmitteln fehlen:

Folgende Substanzen sind sind in pflanzlichen Lebensmitteln in geringerer Menge oder schlechter verwertbaren Verbindungen enthalten als in tierischen:

Ferner sind zum Erhalt einer gesunden Muskelmasse Eiweiße aus tierischen Lebensmitteln nötig. Männer kommen aus diesem Grund mit einer vegetarischen bzw. veganen Rohkost deutlich schlechter zurecht als Frauen.

Hinweis: Es können hier nur solche Nährstoffe betrachtet werden, deren Existenz bekannt ist. Es gibt über die bekannten Nährstoffe hinaus eine wahrscheinlich weitaus größere Zahl an unbekannten lebensnotwendigen Substanzen. Deshalb ist es bei Mangelerscheinungen nicht damit getan, einzelne Nährstoffe isoliert zuzuführen.

Mangelerscheinungen

Direkte Folgen des Nährstoffmangels

Als direkte Folgen des Nährstoffmangels werden hier alle Folgen bezeichnet, die sich unmittelbar aus dem Fehlen von Nährstoffen ergeben, die nur oder überwiegend in tierischen Lebensmitteln enthalten sind. Dies führt zu folgenden Symptomen, in Klammern die vermutlich fehlende Substanz:

  • Anämie (Eisen, Vitamin B12)
  • Apathie (NADH, Vitamin B12, Zink)
  • brüchige Knochen/Zähne (Vitamin D)
  • Depressionen (Vitamin B12, Vitamin D, Zink)
  • fehlende Magensäure (Vitamin B12)
  • Frieren (Jod)
  • frühzeitige Faltenbildung der Haut (Fett)
  • Gelenkprobleme (Jod)
  • Impotenz
  • Infektanfälligkeit (Zink)
  • Kleinwüchsigkeit bei Kindern (Zink)
  • Müdigkeit (Jod, NADH)
  • Nervosität, Reizbarkeit, verminderte Streßtoleranz (Vitamin B12)
  • mangelhafte körperliche Leistungsfähigkeit (Eiweiß, L-Carnitin)
  • mangelhafte geistige Leistungsfähigkeit (Jod, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin B12)
  • neurologische Störungen (Vitamin B12)
  • Pigmentstörungen der Haut (Vitamin B12, Zink)
  • schlechte Verdauungskraft (Jod)
  • trockene Haut einschließlich den Schleimhäuten (Jod)
  • Unfruchbarkeit (Zink)
  • Untergewicht (Eiweiß)

Indirekte Folgen des Nährstoffmangels

Als indirekte Folgen werden hier Symptome aufgelistet, die sich nicht leicht auf einen Mangel an einem Nährstoff zurückführen lassen. Diese sind:

  • Borreliose
  • Gelenkbeschwerden, Karpaltunnel-Syndrom
  • Herzbeschwerden
  • Multiple Sklerose
  • ständiges Erbrechen bei Kleinkindern

Einige dieser Symptome sind darauf zurückzuführen, daß bestimmte Stoffwechselvorgänge ohne die Nährstoffe aus tierischen Lebensmitteln nicht stattfinden können und sich dadurch ungünstige Substanzen im Körper ansammeln. Beispiele für diese Substanzen sind Methylmalonsäure und Homocystein.

Referenzen

Artikel

Informationen im Internet