Rohkost im Frühjahr

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Aufgrund der weitaus besseren Versorgung mit Nährstoffen leiden Rohköstler normalerweise nicht unter Frühjahrsmüdigkeit. Trotzdem ist der Frühling eine Zeit der Umstellung, die hier beschrieben wird.

Osterglocken und Hyazinthen

Neue Lebensmittel

Wildkräuter

Im Frühjahr bietet es sich an, vermehrt nach den überall frisch sprießenden Wildkräutern Ausschau zu halten. Mit etwas Erfahrung kann man sich auch an die Erkundung unbekannter Kräuter machen, siehe dazu die Hinweise auf der Seite Vorsichtsmaßnahmen bei unbekannten rohen Lebensmitteln.

Folgende Wildkräuter sind im Frühjahr häufig zu finden:

Blüte der roten Taubnessel
Bachbunge Bärlauch Barbarakraut
Brennessel Brunnenkresse Gänseblümchen
Fingerkraut, echtes Giersch Günsel
Hederich Huflattich Knoblauchsrauke
Löwenzahn Mauerpfeffer Sauerklee
Schafgarbe Schaumkraut Scharbockskraut
Schlüsselblume Taubnessel Veilchen
Vogelmiere Wegerich Wiesenschaumkraut, Behaartes Schaumkraut

Die Blüten der jeweiligen Kräuter können selbstverständlich auch probiert werden und schmecken wegen des Gehalts an Nektar oft angenehm süß. Daneben eignen sich Knospen und Blätter der Buche, Frühlingstriebe der Fichte, der Linde, des Weißdorns und anderer Bäume zum Verzehr.

Keimlinge

Keimlinge können in freier Natur gesucht werden, stehen aber nur ab einem Alter von einigen Tagen zur Verfügung, weil sie erst dann oberhalb der Erde zu sehen sind. Vielfach erweisen sich diese mehrere Tage alten Keimlinge bereits als ungenießbar, weil die jungen Pflanzen sich recht schnell gegen den Verzehr schützen.

Man kann nun auf einen Glücksfall hoffen, bei dem ein Wildschwein die Erde umgegraben und auf diese Weise jüngere Keimlinge zu Tage gefördert hat oder man setzt selbst welche an. Sehr gut geeignet und keimfreudig sind Sonnenblumenkerne, Sesam, Mohn, Linsen aber auch Alfalfa, Mungbohnen, Bockshornklee und diverse Getreidesorten. Es lohnt sich, mit der Keimdauer zu experimentieren, indem man jeden Tag von den Keimlingen kostet. Man findet schnell heraus, in welchem Alter sie einem am besten schmecken.

Die meisten Saaten sind bezüglich ihrer Keimbedingungen recht anspruchslos. Es genügt ein Porzellanteller und häufige Befeuchtung. Sollten Teile der Saat anfangen zu schimmeln oder gar zu faulen, ist es ratsam, die Qualität der verwendeten Ware zu prüfen. Oft hat man dann hitze- oder hochdruckbehandelte Ware erworben. In wenigen Fällen, z.B. bei Reis, kann es äußerst schwierig sein, die Bedingungen zu treffen, unter denen die Saat keimt.

Eier

Obwohl es keinerlei biologische Bewandtnis des Osterfests für die Hühner gibt, fangen sie ziemlich genau zu Ostern an, Eier zu legen. Der Grund dafür liegt selbstverständlich darin, daß es in freier Natur nur in den Sommermonaten möglich ist, die besonders wärmebedürftigen Küken großzuziehen. Es gibt also im Frühjahr (und weiter bis etwa Juli) frische Eier und zwar von Ente, Huhn und mit einer kleinen Verzögerung auch von der Gans.

Umstellung des Körpers

Gewichtsabnahme

Im Frühjahr verliert man meist den zu Anfang des Winters aufgebauten Speck. Wenn die Zunahme sich im Rahmen des Üblichen bewegt hat, wird man die Abnahme nur auf der Waage bemerken, weil sie genau wie die Zunahme unsichtbar erfolgt. Man kann die ohnehin erfolgende Abnahme durch einige Fastentage unterstützen, sofern man das Bedürfnis dazu verspürt.

Sportliche Betätigung

Bei vielen Menschen ist der Frühling die Zeit, in der sich ein starkes Bedürfnis nach körperlicher Betätigung meldet, besonders dann, wenn man diesem im Winter nur unter erschwerten Bedingungen nachgehen konnte und es daher vernachlässigt hat.

Sonne und verminderter Schlafbedarf

Mit zunehmender Tageslänge nimmt meist das Schlafbedürfnis ab. Das kann auch daran liegen, daß man mit zunehmenden Temperaturen abends weniger fett- und eiweißreiche Lebensmittel verzehrt und der Körper daher weniger Verdauungsarbeit leisten muß.

Parallel zu den länger werdenden Tagen stellt man oft einen regelrechten Nachholbedarf an Sonnenlicht fest, dem man ungebremst nachgeben kann, weil die Sonnenstrahlung im Frühling noch recht schwach ist.

Referenzen

Literatur

Rose-Marie Nöcker: Das große Buch der Sprossen und Keime.
Heyne Verlag 1992, 8. Auflage, 310 Seiten. ISBN 3-453-05422-9
Buchbesprechung und Kapitelübersicht
Buch Rose-Marie Noecker Das grosse Buch der Sprossen und Keime.JPG
Reiner O. Schmid: Zuhause selber keimen.
Verlag Ernährung & Gesundheit, 84 Seiten. ISBN 3-927676-01-2
Buch Reiner O. Schmid Zuhause selber keimen.JPG