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Hallo Thomas,

hab vielen Dank für Deinen ausführlichen Beitrag  :)
Ja, ich bin tatsächlich sehr dankbar, dass mir mein Körper und auch meine Psyche schon so früh sehr deutlich gezeigt haben, was ihnen schadet und was nicht.

Mit Deiner Vermutung bezüglich der tierischen Lebensmitteln liegst Du richtig, die Erfahrungen damit werde ich dann in den folgenden Teilen beschreiben.

Deine Erfahrungen, dass ein Gefühl entstehen kann, es fehle an vollkommener Sättigung und Zufriedenheit kann ich für mich persönlich bestätigen. Hinzu kam bei mir auch der mentale Aspekt, bei dem sich das Mangelgefühl in Weinerlichkeit, emotionaler Labilität, Depressionen, Gereiztheit und Anhedonie (Unfähigkeit, Freude zu empfinden) zeigte.
Zudem beobachtete ich auch körperliche Symptome, wie beispielsweise Magerkeit, ein aufgetriebener Bauch, eine niedrige Körpertemperatur, Muskelverlust und eingesunkene Augen.

Was die Unverträglichkeiten angeht kann ich berichten, dass mein Körper mittlerweile noch sehr viel sensibler geworden ist. So reagiere ich beispielsweise auch auf Fleisch von Tieren, die nicht artgerecht gefüttert wurden. Ich schmecke das aus dem Fleisch heraus, kann es auch riechen und bekomme von dem Fleisch ein Kribbeln, Stechen und Jucken in Mund und Hals. Es kann auch zu Sodbrennen kommen. Mich freut diese Form der Sensibilität, allerdings werde ich dadurch auch immer unflexibler in der Nahrungsauswahl. So ist es für mich eine Herausforderung, meine Lebensmittel aus Quellen zu beziehen, die mir unbekannt sind, da ich nicht sicher wissen kann, wie sie hergestellt wurden und wie mein Körper darauf reagiert. Allerdings ist es wohl für jeden von uns Rohköstlern eine Herausforderung, unser Essen aus guten und verlässlichen Quellen zu beziehen, wenn man nicht gerade Selbstversorger ist...

Ich habe all Deine Berichte gelesen und finde sie super informativ und spannend! Vielen Dank, dass Du Dir diese Mühe gemacht hast. Es war mir nicht klar, dass Avocados solche Auswirkungen haben können. Allerdings muss ich gestehen, dass ich Avocados noch nie als besonders anziehend empfunden habe. Ich war immer schon sehr selektiv in meiner Essensauswahl und viele Lebensmittel kommen mir einfach nicht in den Sinn, obwohl ich sie, nachdem ich das im Rohkostwiki gelesen hatte, durchaus ausprobiert habe.

32 Jahre Rohkosterfahrung sind ja total spitze, da könntest Du wahrscheinlich ein ganzes Buch schreiben. Es wäre wirklich toll, hier von Deinen Erfahrungen zu lesen.

Ja, Formatieren, Hervorheben usw sind eine feine Sache. Ich bin ehrlich gesagt weder ein Freund von PCs, noch von TVs, noch Smartphones etc. Also zusammengefasst ist es mir zuwider auf Bildschirme zu starren ;)

Deswegen habe ich auch wenig Ahnung von so etwas. Trotzdem finde ich es sehr schön und sinnerfüllend, dieses Forum hier zum gegenseitigen Austausch zu nutzen. Ich werde auch alles, was ich geschrieben habe, noch einmal überarbeiten, da es immer noch sehr lückenhaft ist und bei jedem Teil etwa 60 % der Informationen fehlen. In diesem Kontext werde ich mich dann auch um eine übersichtliche Formatierung bemühen. Es kann allerdings ein bisschen dauern, da ich meine Bildschirmzeit eher knapp halte.

Ich freue mich darauf, mehr von Deinen Erfahrungen zu lesen.
Und nochmal danke für Deine Rückmeldung!

Liebe Grüße

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Vorstellungsrunde / Antw:Mein Weg zur Rohkost, Teil 4 (roh-vegane Kost, 17 bis 22 Jahre)
« Letzter Beitrag von Sabine am 22. Juni 2022, 15:58:50 »
Ich danke euch allen.

Sonnenkind, Respekt vor deinem Werdegang. So offen und feinfühlig war ich anfangs nicht.

Ich habe mich oft akribisch an Rezepten festgebissen, auch innerhalb der rohen Küche. Zum Glück hat es mir nie Spaß gemacht und ich fand irgendwann eine Präferenz für ein jeweiliges Produkt anstatt einer zerkleinerten Vielfalt.

Dankeschön auch an Thomas. Weitere Infos von dir würde ich auch gerne lesen.

Liebe Grüße und ein besonderes Dankeschön an Susanne, die hier den Laden am Laufen hält :)
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@Sonnenkind: Danke für den vierten Teil deines Rohkostweges! 🙏🏻

Zitat von: Thomas99
... dass du bereits im jugendlichen Alter zur Rohkost-Ernährung gekommen bist, macht dich wirklich zu einem Sonnenkind

Ja, das finde ich auch. 🌞 👍🏻

Zitat von: Sonnenkind
Trotzdem hielt ich noch längere Zeit vehement an meiner roh-veganen Ernährung fest.

Im Gegensatz zu dir ich habe es vegan nie geschafft, 100 % roh zu bleiben. Das mag sicherlich daran liegen, dass mein Körper durch Schwangerschaften und Fastenzeiten kaum Reserven hatte.

Zitat von: Sonnenkind
So durfte ich so manch himmlisches Erlebnis mit halb angetrockneten, von der Sonne aufgeladenen Zwetschgen (Pflaumen) erfahren, die dermaßen süß, schwer und reichhaltig schmeckten, dass ich mich wie im Garten Eden fühlte.

Oh ja, halb getrocknete Zwetschgen frisch vom Baum sind ein kulinarischer Hochgenuss! 🤩

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Hallo Sonnenkind,

dass du bereits im jugendlichen Alter zur Rohkost-Ernährung gekommen bist, macht dich wirklich zu einem Sonnenkind  :) :) .

Deine bisher erstellten vier Teile des Ernährungsweges habe ich gelesen. Es liest sich spannend, vor allem der letzte Teil von Teil 4. In mir stieg der Gedanke auf, dass du zusätzlich zu den verschiedenen pflanzlichen Lebensmittels auch tierisches Fleisch, vielleicht auch Fisch, Muscheln und Eier einbezogen haben könntest.

Ich selbst habe in meinen langen Rohkost-Jahren längere rein vegane Phasen gehabt und weiß, dass es nach Jahren dazu kommen kann, dass das Gefühl entsteht, es würde etwas fehlen, es fehle an Sättigung, vollkommene Zufriedenheit.

Deine Schilderungen im Hinblick auf Verdauungsproblemen bei getrockneten Nüssen, Cashew usw. zeigen, dass dein Organismus bereits sehr gut gereinigt ist und du sensibel reagierst.

Zu Avocados habe ich mich im zweiten Teil meines Erfahrungsberichtes zu Zahnbehandlungen und Zahrersatz (Rubrik Gesundheit im Forum) geäußert. Ich habe gut 32 Jahre Erfahrung mit Rohkost-Ernährung. Meine Vorstellung hier im Forum steht noch aus. Ich hätte viel zu berichten, müsste das Wichtigste zusammenfassen, damit es für Leserinnen und Leser interessant wird. Ich bin deshalb sehr dafür, Texte zu formatieren, farbige Hervorhebungen zu machen usw.

LG

thomas99
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Gesundheit / Mittel von "therootbrands", DMSO-Spritzen, DMSA-Kapseln
« Letzter Beitrag von thomas99 am 21. Juni 2022, 09:29:13 »
Ich habe letztes Jahr DMSO Spritzen und später auch DMSA Kapseln bekommen. Eine Veränderung in meinem Befinden habe ich nicht festgestellt. Aber mein Quecksilber hatte ich wohl schon ganz gut ausgeleitet.

Der Arzt empfahl mir dieses Mittel zur Säuberung der Zellen. Mit herkömmlichem Zeolit komme man da nicht rein.

https://therootbrands.com/product/clean-slate/

Kennt das jemand und kann berichten?
Hallo Sabine,

mit dem von dir benannten Mittel von "therootbrands" habe ich keine Erfahrung.

Interessant, dass du einen Arzt (gefunden) hast, der sich mit der "Säuberung der Zellen", wie du schriebst, befasst und dir dazu Empfehlungen gab. Hat er dir auch die DMSO-Spritzen und DMSA-Kapseln verabreicht bzw. verschrieben?

LG

Thomas
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Vorstellungsrunde / Mein Weg zur Rohkost, Teil 4 (roh-vegane Kost, 17 bis 22 Jahre)
« Letzter Beitrag von Sonnenkind am 20. Juni 2022, 05:16:07 »
Vor allem aus Faulheit und Unlust zu kochen "rutschte" ich immer mehr in die roh-vegane Ernährungsweise hinein. Jedenfalls erschienen mir dies die bewussten Gründe zu sein. Gleichzeitig fühlte ich mich aber auch einfach so viel leichter, mental klarer und allgemein unbeschwerter ohne Gekochtes. Damit fiel automatisch mein Getreide- und Kartoffelkonsum weg und ich vermischte auch immer weniger Lebensmittel miteinander.

Meine Kost bestand zu großen Teilen und abhängig von ihrer saisonalen Verfügbarkeit aus Bananen, Trauben, Pflaumen, Äpfeln, Nektarinen, Aprikosen, Pfirsichen, Kirschen, Karotten, Fenchel, Kohlrabi, Butternusskürbis, Hokkaidokürbis und Topinambur. Ab und an gönnte ich mir Mangos und Papayas. Da diese Ernährung sehr kalorienarm war, merkte ich schon bald, dass ich davon einfach nicht satt wurde.
So gab es dann oft abends nochmal zusätzlich ein Glas Honig oder selbst gesammelte Walnüsse/Haselnüsse, wenn diese gerade verfügbar waren.

Ich war mit dieser Ernährung sehr zufrieden und vor allem umfassend befriedigt. Ich freute mich auf jede Mahlzeit und meine Verdauungsbeschwerden gehörten vollständig der Vergangenheit an. Das machte mich sehr glücklich.
Oft sammelte ich auf meinen Fahrradtouren Fallobst, das mir begegnete, da es mir stets am besten mundete. So durfte ich so manch himmlisches Erlebnis mit halb angetrockneten, von der Sonne aufgeladenen Zwetschgen (Pflaumen) erfahren, die dermaßen süß, schwer und reichhaltig schmeckten, dass ich mich wie im Garten Eden fühlte. Auch wurmstichige Äpfel, die schon weich, sämig und zuckersüß am Boden herumlagen, bekamen mir besonders gut. Auch entdeckte ich eine Vorliebe für besonders weiche Karotten, die gerne schon faltig und leicht braun sein durften. All diese vollreifen Lebensmittel bekamen mir besonders gut.

Ich versuchte mich auch an Trockenfrüchten, wie Datteln, Aprikosen, Rosinen und Feigen. Diese bereiteten mir stets Magenkrämpfe und massive Blähungen und so ließ ich die Finger davon.

Auch mit Nüssen wurde ich nicht warm. Nur meine vom Wegesrand aufgelesenen konnte ich problemlos verzehren. Andere Nüsse bereiteten mir nicht nur Verdauungsprobleme, sondern machten mir regelrecht Depressionen und schlechte Laune.

Mit der Zeit spürte ich leider immer mehr, dass mir etwas fehlte. Ich liebte und genoss mein Essen, aber am Ende des Tages fühlte ich mich einfach nicht mehr befriedigt.
Ich wurde aus einer subjektiven Perspektive heraus einfach nicht satt und zufrieden. Da war immer eine gefühlte Lücke, die ich nicht füllen konnte.

Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, mental immer angreifbarer zu werden. Ich fühlte mich auf eine unangenehme Art dünnhäutig und nicht belastbar, war oft weinerlich, sentimental und melancholisch.

Nachdem ich diesen Zustand nicht mehr länger aushielt, begann ich zu experimentieren. Das Glas Honig am Abend wurde zur Gewohnheit, aber auch das befriedigte mich nicht mehr. So begann ein exotisch anmutendes Herumprobieren mit verschiedenen Nahrungsmitteln, von denen ich mir zumindest einredete, dass sie roh-vegan seien. Unter anderem testete ich Maronenmehl (das ich mit Wasser anrührte und als Paste verzehrte, davon bekam ich die schlimmsten Blähungen meines Lebens), Cashewkerne (massive Kreislauprobleme: Herzrasen, Schweißausbrüche, Zittern, Blutdruckabfall), große Mengen an rohen Maiskolben, gekeimte Saaten, frische Algen, Oliven, Avocados und Erdmandeln.

All dies waren sehr viel energiedichtere und teilweise nährstoffreiche Lebensmittel und trotzdem konnten sie alle mich nicht befriedigen.

Ich war mittlerweile etwas ratlos geworden und begann, im Internet zu recherchieren. Dort stieß ich bereits nach kurzer Zeit auf das Rohkostwiki und das Rohkosttagebuch und verschlang all die dort bereitgestellten Informationen mit großem Interesse.

Obwohl sich mein Gefühl noch dagegen wehrte, war meinem Verstand ziemlich bald klar, dass die dort bereitgestellten Informationen sehr logisch und schlüssig klangen.

Trotzdem hielt ich noch längere Zeit vehement an meiner roh-veganen Ernährung fest.

Bis ich es nicht mehr aushielt.
Diese Änderung werde ich im nächsten Teil schildern.
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Gesundheit / Antw:Zahnersatz nach Sanierung, Teil 2 meines Berichtes
« Letzter Beitrag von Sabine am 16. Juni 2022, 19:31:38 »
Liebe Susanne und lieber Thomas,

ihr sprecht mir aus der Seele:

gute Rohkostpraxis und darauf vertrauen, dass der Körper in seiner Weisheit die optimalen Maßnahmen zum optimalen Zeitpunkt ergreift

Mir hatte meine Zahnärztin dazu geraten, weil ich den 13 anscheinend grundlos verloren habe. Aber eigentlich wusste ich, dass es mein Fehler war...
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Vielen Dank für die Info. Ich habe es mir gerade angeschaut, nicht schlecht. Wer denkt im Allgemeinen schon an eine intuitive Ernährung und wer kennt sich mit den Gesetzmäßigkeiten gar der instinktiven Nahrungsaufnahme aus?
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Vorstellungsrunde / Antw:Mein Weg zur Rohkost, Teil 3 (Veganismus, 15 bis 17 Jahre)
« Letzter Beitrag von Sonnenkind am 16. Juni 2022, 16:14:11 »
Oh danke, das ist ja lieb von dir  :)
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Vorstellungsrunde / Antw:Mein Weg zur Rohkost, Teil 3 (Veganismus, 15 bis 17 Jahre)
« Letzter Beitrag von Sabine am 16. Juni 2022, 08:52:59 »
Ich kann die Fortsetzung kaum erwarten  :)
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