Autor Thema: Zahn-/Kiefersanierung zur Vermeidung späterer nachteiliger Einflüsse  (Gelesen 1193 mal)

thomas99

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 7
Die im Folgenden dargelegten Maßnahmen zur Zahn- und Kiefersanierung erfolgten aus theoretischen Überlegungen, da ich keinerlei gesundheitliche Probleme hatte. Ich kann mir vorstellen, dass dies in Anbetracht der Schwere der Eingriffe nicht leicht nachzuvollziehen ist. Bevor jemand eine Sanierung dieser Art vornehmen lässt, bitte zuerst mindest einen - möglichst dafür aufgeschlossenen - Zahnarzt befragen und Informationen in der Literatur einholen. Allerdings ist so ein ZA in D kaum zu finden. Ich gehe später darauf ein. Wenn es gelingt, mit Menschen, die bereits derartige Maßnahmen ergriffen haben, zu sprechen, so ist das zur Orientierung und Entscheidungsfindung nützlich. Mit Ellen Carl zu telefonieren kann ebenfalls hilfreich. Näheres dazu weiter unten.

Ich kann keine Verantwortung übernehmen, sollte jemand in etwa so vorgehen wie ich.

Ich musste meinen Bericht auf zwei Forumsbeiträge aufteilen, da ein Beitrag nicht mehr als 20.000 Zeichen umfassen darf und ich drüber lag.
(Wenn dir die Schrift zu klein und zu unbequem zu lesen ist: "Strg"-Taste und zugleich mehrmals "+"Zeichen und es liest sich viel besser!)

ca. 1986

Das AMALGAM, das ich bereits eine Reihe von Jahren im Mund hatte, wurde ohne jegliche Schutzmaßnahmen entfernt. Ich bekam Goldversorgungen, die aber nicht gut gearbeitet waren. 

1995

Ich bekam neue Goldversorgungen, darunter zwei Brücken im UK, die falsch konstruiert waren. Meine bis dahin unberühren 35er und 45er wurden beschliffen und als vordere Pfeiler für die beiden Brücken verwendet. Die Brücken gingen von 35 und 45 bis zu 38 (Weiheitszahn) und 48 (Weisheitszahn). Man darf keine so weitreichenden Brücken machen; dies kommt einer "Verblockung" gleich. Ich nehme an, dass meine 36er und 46er bereits fehlten.

Ich war in den 90er Jahren bei einer Zahnärztin, die Messungen bei mir vornahm. Sie verband mehrere meiner Zähne mit einem Kabel und stellte STROMFLÜSSE IN MEINEM MUNDRAUM fest. Zu den Amalgam-Resten unter meinem Zahngold siehe später in meinem Bericht.

Toter Zahn im Jahr 2000 entfernt

In 2000 ließ ich mir einen toten Zahn (48er, also „Weisheitszahn“) ziehen. Er ging problemlos raus. Es geschah aus rein theoretischen Überlegungen meinerseits. Der tote Zahn machte mir keinerlei Probleme. Ich merkte danach keine Veränderung, keine Verbesserung. Ich war ja nicht krank. Und bin auch jz nicht krank.

2010 bis 2013

Im Jahr 2010 wurde eine "Pano" ("Panorama-Aufnahme" des gesamten Kiefers mit den Zähnen, "Kieferübersichtsröntgen") gemacht. Ich hatte einige defekte Goldkronen, die ich in den 90er Jahren einsetzen ließ. Dort war stellenweise Karies entstanden. Ich schilderte dem damaligen Zahnarzt, dass ich keine neuen GOLDVERSORGUNGEN möchte, da ich davon ausginge, Gold würde u. a. zu Depression führen. Der ZA damals: "Ich habe in meiner Assistenzzeit vor über 20 Jahren Patienten Goldkronen eingesetzt und diese Patienten wurden nicht depressiv."

Ich tauschte mich seit etwa 2010 mit ELLEN CARL, Beratungsstelle für Amalgam-Vergiftete in München, aus (http://www.amalgam-carl.de/). Sie leitete mein "Pano" an Dr. Max Daunderer weiter. Dieser befundete meine Pano "Alles raus - es ist zu spät." „Gesamter Kieferknochen Matsch (Eiter)“ Ich habe diese Pano mit seinen roten Permanent-Stift-Markierungen noch. Die besonders störenden Zähne kennzeichnete er mit "X".

Das war für mich erstmal kaum nachvollziehbar, denn ich hatte, wie erwähnt, keinerlei Beschwerden oder Einschränkungen gesundheitlicher Art.

Ich studierte das Büchlein "Amalgam " (ecomed, noch zu bekommen) ganz genau und beschaffte mir weitere Schriften von Dr. Max Daunderer.

Ich telefonierte mit verschiedenen anderen Zahnpatienten, die sich an Daunderers Empfehlungen orientierten. Es gibt auf YT Videos, in denen Dr. Daunderer Vorträge zu verschiedenen Themen hält. Ich begegnete ihm persönlich am 28. Mai 2011 - etwa zwei Jahre vor seinem Tod -  anlässlich seines Vortrages im Bürgerhaus in München-Grünwald. Ich war und bin sehr von ihm beeindruckt. Ich halte ihn für absolut integer, korrekt und uneigennützig. Ein echter Arzt im Sinne des hippokratischen Eides. Anlässlich des schrecklichen Unfalls in Bhopal, bei dem 1984 eine Giftwolke aus einem Chemiewerk Tausende Menschen tötete, war Daunderer als Experte vor Ort und brachte Gegengifte aus Bundeswehrbeständen. Daunderer wurde immer bekannter und trat in Fernsehsendungen auf. Er wurde zum König von Saudi Arabien eingeflogen usw. Er verstarb am 7. Juni 2013 im Alter von 69 Jahren. Ellen Carl hat viele Jahre als seine Assistentin gearbeitet und seine Pano-Befundungen erlebt. Ich habe ihr für ihre Beratungen, Tipps und Dienste jeweils Geld zugunsten ihrer Beratungsstelle überwiesen. Ellen Carl und ihre Beratungsstelle ist noch heute im Internet zu finden und erreichbar.

Ein auf das Thema Zahn- und Kiefersanierung spezialisierter ZA bekam von mir die Befunde von Dr. Daunderer und schrieb mir daraufhin „... ganz so schlimm sollte es tatsächlich bei Ihnen nicht sein. Der angezeichnete „Eiter“ im OK von Dr. Daunderer müsste eine Täuschung sein. … aber stimmt, Sie sind nicht so krank wie viele andere, aber doch einiges zu tun …“
Dieser ZA entfernte bei mir den 37 und fräste im so genannten Leerkiefer-Bereich 34, 36, 38, um dortige GIFTE IM KIEFERKNOCHEN zu beseitigen. Ich zahlte bei ihm stets privat dafür. Zurück an meinem Wohnort bat ich einen ZA, die Wunden im 3. Quadranten möglichst lange offen zu halten, um evtl. Gifte auszuleiten. Dies ist mittels Tamponaden zu erreichen, die alle zwei Tage zu wechseln sind. Das Herausnehmen dieser Tamponaden tat nur beim ersten Mal weh, danach spürte ich kaum noch etwas. Diese Vorgehensweise geht auf Dr. Max Daunderer zurück. Es gelang, die Tamponaden insgesamt fünfmal zu wechseln. Ich musste dies ebenfalls privat bezahlen. Während der ersten Tage des Tamponadewechselns spürte ich permanent Druck am Herzen.

Sechs Wochen später ließ ich in einer einzigen Sitzung SECHS ZÄHNE in drei verschiedenen Quadranten mitsamt den darauf sitzenden Goldversorgungen ziehen und zusätzlich bei 25 und 46 AUSFRÄSEN! Danach machte ich eine zügige Bergwanderung zum Wendelstein-Haus. Man muss wissen, die Betäubungsspritzen enthalten Adrenalin; ich habe dies einmal bei einem ZA erfragt. Näheres zum Beispiel hier: https://www.onmeda.de/therapie/lokalanaesthesie-id200752/. Es gibt auch Betäubungsspritzen ohne Adrenalin. Der extrahierende ZA öffnete die Fenster und schaltete seinen Ventilator ein. Er meinte, dass ich als Patient dies nicht riechen würde. Der ZA an meinem Wohnort stellte ein "Riesenloch" bei 24 fest. Ich hatte bei ihm 12 Termine zum Tamponadewechseln. An einer Stelle konnten wir die Wunde 27 Tage offen halten. Ich musste annehmen, dass dieser ZA mich zumindest für geistig nicht ganz klar im Kopf einschätzte.

Bald darauf ging ich interessehalber zu einem DERMATOLOGEN. Er sagte zu mir: "Dr. Daunderer spinnt. Lassen Sie sich keine Zähne mehr ziehen! Der starke Geruch bei den Extraktionen ist von Abszessen an einzelnen Zähnen gekommen." Ich hatte keine Hautprobleme, sondern ließ bei ihm einen Allergietest auf dem Oberarm machen. Der Hautarzt konnte nichts festgestellt werden, weil das Material nicht lange genug auf die Haut einwirken konnte.

Ich konsultierte eine weitere, sehr junge Zahnärztin und diese meinte, sie könne an meiner Pano keine Schwermetalle und keine Herde erkennen und sie würde gerne mit dem Toxikologen sprechen, der mir dazu riet, sogar die schönen Schneidezähne ziehen zu lassen. Ich gehe davon aus, dass das Thema „Herde im Kieferknochen“ etc. in der zahnmedizinischen Ausbildung nicht vorkommt.

Ich hatte bis Mitte 2013 noch drei weitere Sitzungen bei dem oben erwähnten, auf Zahn- und Kiefersanierung spezialisierter ZA. Es wurden noch drei weitere Zähne gezogen und an bestimmten Stellen im Leerkiefer gefräst.

Insgesamt hatte der oben erwähnte ZA bei mir in fünf Sitzungen zehn Zähne gezogen, mitsamt den jeweiligen Goldkronen, soweit vorhanden. Dieser Zahnarzt wurde später wegen eines anderen Patienten angeklagt. Sein Fall wurde in den Boulevard-Blättern dargestellt. Er übergab schließlich seine Praxis an einen Nachfolger und lebt seit Jahren im südlichen Ausland. Zahnärzte dürfen nicht so ohne weiteres Zähne ziehen! Ellen Carl sagte mir kürzlich, als ich sie danach fragte, dass sie aktuell keinen ZA kennen würde, der Sanierungen in dieser Art wie bei mir, machen würde.

Dr. Daunderer behauptete aufgrund meiner Pano-Aufnahme, dass UNTER EINZELNEN ZÄHNEN „MATSCH“ sei. Bei meinen Extraktionen sagte mir der ZA - ohne dass ich ihn auf dieses Thema ansprach oder ihn fragte - , dass an zwei Stellen mein Kieferknochen unterhalb der extrahierten Zähne "weich", also nicht in Ordnung, gewesen sei. Dr. Daunderers Darstellung war in diesem Punkt also jedenfalls richtig.

Es gab einen für mich wichtigen Aspekt, die Zähne mitsamt der darauf sitzenden Goldversorgungen extrahieren zu lassen. Im Jahr 2001 wurde mein 27er wegen Karies gebohrt. Dabei stellte die Zahnärztin fest, dass sich unter der Goldversorgung ein AMALGAM-REST befand! Deshalb musste ich davon ausgehen, dass sich auch bei anderen Zähnen, die mit Gold versorgt waren, Amalgam-Reste befinden könnten.

Ich habe alle diese zehn extrahierten Zähne noch und könnte sie auf Amalgam-Reste untersuchen lassen. Vielleicht mache ich das noch. Für DMPS-Spritzen konnte ich mich bislang nicht entscheiden. Ich war vor diesen fünf Sitzungen gesund, war ja schon viele Jahre zuvor zu 100 Prozent bei der ursprünglichen Ernährung. Trotzdem wollte ich vorsorglich sämtliche Goldversorgungen und evtl. sonstigen metallischen Reste aus der Mundhöhle entfernt haben.

Wenn die Zahnextraktionen gemacht worden sind, dürfen nicht sofort Prothesen angefertigt werden. Zuerst muss einige Zeit verstreichen, damit die Wunden heilen können. Es wird geraten, vor dem Ziehen der Zähne Abdrücke anfertigen zu lassen, damit die Gestalt bzw. Form der ursprünglichen eigenen Zähne festgehalten werden kann.

Wie gesagt - Fortsetzung in einem weiteren Forumsbeitrag.
« Letzte Änderung: 15. Juni 2022, 20:15:16 von thomas99 »

Susanne

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 77
    • Rohkost-Tagebuch
Danke für deinen ausführlichen Bericht. 🙏🏻

Zum ersten Teil möchte ich Folgendes anmerken: Ich gehöre zu den Menschen, die sehr empfindlich auf Gold reagieren: Nach dem Austausch von Amalgam gegen Gold wurde ich extrem depressiv. Obwohl es auch nicht auszuschließen ist, dass ich auf die Kombination von beidem, das Amalgam steckt schließlich auch im Kiefer, reagierte.

Die Geschichte meiner Zahnsanierung, die allerdings immer noch nicht abgeschlossen ist, kann man im Rohkost-Wiki nachlesen: Zahnsanierung nach Umstellung auf instinktive Rohkost.
Einmal roh, immer roh 🤩