Buchbesprechung Brigitte Rondholz: Urkost

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Buch Brigitte Rondholz Urkost.JPG

Über die Autorin

Brigitte Rondholz, Jahrgang 1951, kam von der üblichen Koch- und Backkunst über die Vollwerternährung nach Bruker und die Lehren der "Natural Hygiene"-Bewegung schließlich zur Urkost nach Konz. Sie verbreitet seit vielen Jahren Informationen zur Urkost im Internet und kämpft gegen das Fleischessen und die Massentierhaltung.

Klappentext

Gewiss, Rohkost ist eine äußerst gesunde Form der Ernährung, wenn sie richtig gestaltet wird. Doch viel Rohköstler kämpfen immer wieder mit einem Hungergefühl, da wir uns erst dann satt fühlen, wenn der Mineralstoffbedarf unseres Körpers vollkommen gedeckt ist. Und genau das erledigen wild wachsende Grünpflanzen perfekt, weshalb sie als Missing Link im Bereich der Rohkosternährung betrachtet werden können. Wildpflanzen sind äußerst vitalstoffreich und wahre Proteinbomben - sie lassen uns mit einem zufriedenen, gesättigten Gefühl zurück, wirken blutreinigend und entschlackend und bringen unsere Zellen und Organe ins Gleichgewicht. "Urkost" nennt sich die Ernährungsform, bei der zu jeder veganen Rohkost-Mahlzeit selbst gesammelte Wildpflanzen verzehrt werden.

"Urkost. Besser essen - besser leben" ist ein Praxisbuch, in dem Brigitte Rondholz

  • erläutert, was Essen mit Vitalität und Schönheit zu tun hat und wie wir uns jeden Tag leistungsfähig, dauerhaft gesund und jung fühlen können;
  • einige Argumente entkräftet, die von Massenmedien immer wieder vegane Ernährung vorgebracht werden;
  • Wildpflanzen vorstellt und aufzeigt, wie die Urmethodik - zu der auch Naturschlaf und ein intensives Bewegungsprogramm gehören - durchzuführen ist, und
  • dem Leser eine Vielzahl im Alltag erprobter und sofort umsetzbarer Lösungen mitgibt auf dem Weg zu echter Gesundheit.

Kapitelübersicht

Vorwort von Dr. Dr. med. Karl Probst Einführung: Ein Wort zur Urmethodik

Kapitel 1: Unsere Mitwelt und alle Mitlebewesen bewahren

  • Erschütternde Zahlen
  • Bei lebendigem Leib
    • Eine angehende Tierärztin im Schlachthof
    • Verordnung und Realität
  • Töten schadet unserer Seele
  • Was war zuerst: das Huhn oder das Ei?
  • Sankt Martin hätte sie verschont
  • Das Leid der kleinen Schweinchen
  • Eine einfache ethische Regel
  • Tierversuche
    • Der Tierschutz im Grundgesetz
    • Philosophische Hintergründe
    • Ärzte gegen Tierversuche
  • Auf, auf zum fröhlichen Jagen …?
    • … und hier die Zahlen
    • Schluss mit der Gewalt!
  • Der Mensch – eigentlich ein friedvolles soziales Wesen
  • »Lieber nackt als im Pelz !«
  • Und nun zum Thema »Milch«
  • Der Honig gehört den Bienen!
  • Der Hunger in der Welt
  • Und was ist mit dem Klima?
  • Möcht ich ein Fisch im Wasser sein?
  • Gentechnisch veränderte Pflanzen …
  • … und Lebensmittelskandale

Kapitel 2: Fakten und Mythen – einige Studien

  • Pflanzliche Kost – die beste Ernährung für uns Menschen
  • Das Märchen vom »guten tierischen Eiweiß«
  • Der Vitamin-B12-Mythos
    • Der Fuchsbandwurm
  • Ist der Mensch – ein Fleischfresser oder ein Allesfresser?
    • … oder gar ein Insektenfresser?
  • Pestizide – eine Seuche
  • Impfen – das Geschäft mit der Angst
    • Risiko versus Nutzen
    • Kinder-»Schutz«-Impfungen
  • »Have you had your Pill today?«
  • Calcium, Magnesium und Co.
    • Karies bei Milchzähnen
  • Zum Thema »Kochen und Backen«
    • Unser täglich Brot …
  • Die Sonne heilt

Kapitel 3: Urkost – etwas Besseres gibt es nicht

  • Urkost: einfach, lecker und lustvoll!
  • Was ist eigentlich »Gesundheit«?
  • Die Basis menschlicher Ernährung
    • Vertrauen Sie der Natur!
  • Wildpflanzen – das Wunderwerk der Natur
    • Die Inhaltsstoffe der Wildpflanzen
    • Brennnessel, Gänseblümchen, Löwenzahn & Co.
  • Und was machen Urköstler im Winter ? - Ohne Moos nix lo !
  • Organische Substanzen gegen Krebs – natürlich bitter!
  • Früchte immer vollreif genießen!
    • Aus dem Füllhorn der leckeren Früchte
    • Fettfrüchte und Nüsse
  • Ein kurzer Ausflug in die alte Welt
    • Bekomme ich so auch genug Energie?
    • Und wie viel muss ich trinken?
  • Was sich mit Urkost verändern kann
  • Cellulose – so ungeheuer wichtig für uns
    • Kauen, kauen und nochmals kauen!
  • Wie Sie erfolgreich umstellen
  • Urtraining hält fit, schlank und urgesund
    • Ihr tägliches Workout – von Kopf bis Fuß
    • Kneippen – gerade auch im Winter lustvoll und schön!
  • Die erquickende Naturschlafenszeit

Kapitel 4: Natürliche Geburten und naturgemäßes Stillen

  • Ohne Arzt und Hebamme gebären
    • Unassisted Birth – allein gebären
    • Natürliche Empfängnisregelung
    • Untersuchungsmethoden während der Schwangerschaft
    • Rauchen und andere Dummheiten während der Schwangerschaft
    • Jedes noch so »kleine Gläschen« schadet!
    • Haschisch – seine Harmlosigkeit ist eine Legend !
  • Von der »Entbindung« zurück zum Gebären – Frédérick Leboyer und »Lotusgeburt«
  • Einfach stillen
    • Wird mein Baby auch satt?
    • Selbst essen lernen
    • Ältere Kinder stillen – für uns einfach nur ungewohnt
  • Tandemstillmütter – die letzten Heldinnen unserer Zeit
  • Urköstliche Kindergeburtstage

Anhang
Anmerkungen
Quellenverzeichnis und Literaturtipps
Wichtige Adressen

Zusammenfassung und Bewertung

"Urkost", so heißt der Titel dieses Buches. Der Leser, der sich hier eine Fülle von Informationen zum Thema Urkost verspricht, wird allerdings enttäuscht sein: Im ersten Drittel des Buches schreibt die Autorin ausschließlich über das Tierleid in unserer Gesellschaft, gefolgt von der "Entlarvung" diverser Ernährungsmythen. Die hier angeführten Erkenntnisse entsprechen allerdings keineswegs dem neusten Stand der Wissenschaft und lassen sich erst recht nicht auf die Ernährung mit rohen, naturbelassenen Lebensmitteln übertragen.

Erst in der zweiten Hälfte des Buches geht die Autorin auf die Ernährung mit Urkost ein, beschreibt kurz ihren eigenen Weg, dazu ein halbes Dutzend der gängigsten Wildkräuter und ca. doppelt so viele Früchte, die sich für den menschlichen Verzehr eignen. Das ist bei der Vielzahl der essbaren pflanzlichen Lebensmittel eine sehr eingeschränkte Auswahl. Der Leser erhält außerdem den Hinweis, dass das Trinken von Wasser ebenso wie die Aufnahme von Salz für einen sich urköstlich ernährenden Menschen nicht notwendig ist, ein Tipp, der zu Verdauungsstörungen und anderen körperlichen Problemen führen kann. In einem kurzen Kapitel werden Praxistipps, wie man seine Ernährung umstellen kann, gegeben.

Nicht erwähnt werden allerdings die Schwierigkeiten, die sich bei oder nach der Umstellung ergeben können, ebenso unerwähnt bleibt die Tatsache, dass es in der Praxis kaum Menschen gibt, die sich ausschließlich von Urkost ernähren, da diese Ernährung vielleicht als "lustvoll und schön", aber keineswegs als befriedigend empfunden wird.
Im letzten Drittel des Buches geht die Autorin kurz auf das Urtraining, auf den Urschlaf und die Themen "Natürliche Geburt und naturgemäßes Stillen ein. Das sind wichtige Themen, die aber von anderen Autoren und Autorinnen schon sehr viel umfassender dargestellt wurden.

Ein handliches, praxisnahes Buch zum Thema "Urkost", das Franz Konz Standardwerk "Der große Gesundheits-Konz" ergänzt, ist mit großer Spannung erwartet worden. Das Ergebnis dürfte selbst Anhänger der Urkost kaum befriedigen: Wenig praktische Tipps und Erfahrungsberichte, einige wenige Bilder in der Mitte des Buches, auf denen bunt, aber recht wahllos zusammengestellte Lebensmittel zu sehen sind, dafür aber viel zum Thema Tierleid. Dass es der Autorin weniger um das Wohl der Menschen und mehr um das der Tiere geht, schreibt sie allerdings gleich zu Beginn in ihrer Einführung: "Mein tiefster Wunsch aber, der Motor meiner gesamten Arbeit in den letzten Jahren ist es, das Los der Tiere, die so lieblos "Nutztiere" oder "Versuchstiere" genannt werden, nachhaltig zum Guten zu wenden."


Brigitte Rondholz: Urkost. Besser essen - besser leben: Ein Weg zu Wohlbefinden, Gesundheit, Schönheit und Lebensfreude. Hans Nietsch Verlag 2011, 240 Seiten. ISBN 3-862-64182-1