Leimkraut, aufgeblasenes

Aus Rohkost-Wiki
Zur Navigation springenZur Suche springen

Wissenschaftliche Namen: Silene vulgaris
Synonyme: Taubenkropf-Leimkraut, Wiesenspinat, Knirrkohl.

Systematik

  • Abteilung: Samenpflanzen Spermatophyta
  • Unterabteilung: Bedecktsamer Spermatophytina syn. Angiosperma
  • Klasse: Zweikeimblättrige Bedecktsamer Rosopsida syn. Dikotyledona
  • Unterklasse: Nelkenähnliche Caryophyllidae
  • Ordnung: Nelkenartige Caryophyllales
  • Familie: Nelkengewächse Caryophyllaceae
  • Unterfamilie: Caryophylloideae
  • Tribus: Sileneae
  • Gattung: Leimkräuter Silene
  • Art: Aufgeblasenes Leimkraut

Zur Gattung der Leimkräuter gehören ca. 600 verschiedene Arten, die hauptsächlich in den gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel beheimatet sind.

Aufgeblasenes Leimkraut
Aufgeblasenes Leimkraut, Blatt
Aufgeblasenes Leimkraut, Blüte

Beschreibung

Blütezeit: Juni bis September.

Vorkommen: Ganz Europa, verschleppt bis nach Asien, Nordamerika und Australien; bis 2500 Meter; Böschungen, Geröll, Raine, Wegränder, Triften, Wiesen, Ackerunkraut; trockene, nährstoffarme, etwas kalkhaltige Böden in sonniger Lage.

Kennzeichen: Zwanzig bis fünfzig Zentimeter hohe, mehrjährige, krautige Pflanze; Stängel aufrecht oder aufsteigend, leicht verholzend, weich behaart, endet in einem gabeligen Blütenstand mit mehreren Blüten; Blätter bläulich grün, gegenständig, länglich bis elliptisch, zugespitzt, kahl, die unteren bis zwölf Zentimeter, die Hochblätter zwei Zentimeter lang; Blütenblätter weiß bis blassrosa, auf ca. 1/3 eingeschnitten, Kelch aufgeblasen, netzartig, mit zwanzig Hauptnerven, stark duftend, besonders nachts, die Blüten einer Pflanze haben alle dieselbe Blickrichtung, blühen Tag und Nacht, männliche, weibliche und Zwitterblüten; Wurzel rübenartig verholzt, bis zwei Meter tief vordringend.

Verwechslung: Auf schwermetallhaltigen Böden hat sich eine Unterart des Aufgeblasenen Leimkrautes ausgebildet (silene vulgaris var. humilis), die sich praktisch nur durch ihre Schwermetallresistenz von den übrigen Pflanzen dieser Art unterscheidet. Verwechselt werden kann die Pflanze mit dem Taubenkropf Cucubalus baccifer.

Rohkosttipps und Erfahrungen

Sammelgut und Sammelzeit: grundständige Blätter das ganze Jahr, Blätter und junge Triebe April bis Oktober.

Die zarten Triebe schmecken wie junge Erbsen.

Kultur im eigenen Garten: Als anspruchslose Staude wird sie oft in Stein- und Bauerngärten gepflanzt. Sie kann entweder durch Teilung im Frühjahr oder durch Stecklinge im Frühsommer vermehrt werden, Samen sind im Handel erhältlich.

Wissenswertes

Namensgebung: Der wie aufgeblasen aussehende Blütenkelch ist durch seine Ähnlichkeit mit einem Taubenkropf verantwortlich für die Namen "Aufgelasenes Leimkraut" und "Taubenkropf-Leimkraut". Der wissenschaftliche Name Silene bedeutet: nach Silen, dem Begleiter des Bacchus, der der Sage nach immer mit Geifer = sialon bedeckt war; lateinisch vulgaris = allgemein, gewöhnlich, alltäglich.