Bericht: Multiple Sklerose und Rohkost (1)

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Autor: Astrid im April 1998

Also, liebe(r) unbekannte(r) MS-Kranke(r):

Vorerst: Ich weiß, wovon ich rede. Meine Großmutter ist an MS gestorben. Ich selbst bin 32, war seit 1993 an MS erkrankt, habe mich im Selbstversuch mit Gottes Hilfe geheilt und bin seitdem kerngesund und voll belastbar. Wie das ging? Lies weiter!

Falls du, lieber Leser, dich anfangs ebenso wie ich der Krankheit ausgeliefert fühlst und in Depressionen versinken solltest, so ist dies völlig normal, denn du musst dich ja verzweifelt damit auseinandersetzen, dass dein Körper nicht immer das macht, was er soll. Deine Angehörigen werden zwar versuchen, dir beizustehen, doch mit der Zeit ist auch das größte Mitleid erschöpft. Da hilft nur eins: Sich selbst quasi an den Haaren aus dem Sumpf herausziehen!

Es stimmt: wir alle haben die wildesten Experimente hinter uns. Als Versuchskaninchen für die Ärzte würde ich uns trotz alledem nicht unbedingt bezeichnen, denn die Neurologen sind ja auch stetig mit der Erwartungshaltung ihrer Patienten konfrontiert. Und zu irgendwelchen Versuchen gehören immer zwei: Arzt und Patient. Ich selbst habe 1995 aus dem ersten Schock heraus wenige Stunden nach der Diagnose (welche durch eine junge Ärztin mit dem Taktgefühl eines Trampeltieres an mich weitergegeben wurde) der Behandlung mit IMUREK zugestimmt, nur um irgendetwas zu tun. IMUREK ist ein sogenanntes "Immunsupressivum" und hat zum Hauptziel, dass sich die Zellteilung und damit Zahl der weißen Blutkörperchen vermindert und man neben Leberschäden noch ein halbes Jahr nach Absetzen des "Medikamentes" Gefahr läuft, ein missgebildetes Kind zu bekommen bzw. zu zeugen. Da MS bisher nach wie vor als Autoimmunkrankheit betrachtet wird, soll all dies eine günstige Auswirkung auf den weiteren Krankheitsverlauf haben. Bitte beachte: von Heilung ist an dieser Stelle nie die Rede gewesen; die Krankheit blieb mit all ihren Ursachen bestehen!

Meine damalige Entscheidung war leider ein Fehler. Du weißt vielleicht selbst, dass IMUREK nach dem Gewicht des Patienten dosiert wird, und das waren in meinem Fall 75 kg. Unglaublich, aber wahr: mein ohnehin zerrütteter Körper hat sich mit aller Kraft gegen das Zeug aufgebäumt. Ich bekam nach wenigen Tagen unbeschreibliche Magenkrämpfe, die sich in einen Dauerzustand steigerten. Heute würde ich einen solchen kreuzgefährlichen Arznei-Dreck nicht einmal anfassen, aber damals wusste ich alles besser.

Also wurde die Dosis kurzzeitig heruntergesetzt, bis sich mein Körper mit dem Gift notgedrungen arrangiert hatte und dann wieder erhöht. Allerdings musste ich zu jeder Tabletteneinnahme mindestens eineinhalb Liter Wasser trinken, um meinen Magen nicht sofort zu spüren; also das Gift für den Organismus quasi verdünnen. Besonders toll: mit jeder gelben Tablette wurde ich zweimal täglich jedes Mal neu an eine Krankheit erinnert, von der die Ärzte sagten, dass sie unheilbar sei und meinen Körper befallen hätte. Ein epileptischer Anfall gesellte sich hinzu, der lt. meinem damaligen Neurologen durchaus dem IMUREK zuzuschreiben war. Glücklicherweise blieb es bei dem einen Mal.

Aber dann passierte zu meiner Freude monatelang nichts (außer dass ich abwechselnd sechs Wochen Schnupfen und sechs Wochen Grippe hatte - bedingt durch die künstlich herbeigeführte Schwäche des Immunsystems). Aha - also waren all die Torturen doch nicht umsonst? Ich lebte weiter wie bisher und dachte in meiner Naivität natürlich, mit IMUREK das Allheilmittel gefunden zu haben. Also schluckte ich treu und brav weiter, bis der große Knall kam, und das war im Frühjahr 1996. Frag mich bitte nicht, was damals streikte: Auge, Bein oder Hand... ich weiß es nicht mehr und will es auch nicht mehr wissen. Es ist vorbei. Jedenfalls sackte ich hysterisch heulend in mich zusammen, als mir klarwurde, dass die Tabletten weder auf die Kraft noch auf den Abstand der Schübe Einfluss hatten. Was tun? Ich wusste nicht mehr weiter und so lebte ich auch: von Selbstmitleid überschwemmt, Tabletten schluckend, exzessiv und bei jedem kleinen Kribbeln panisch zum Neurologen rennend. Und die Schübe kamen weiter und in immer kürzeren Abstand: gnadenlos, unerbittlich.

Im September 1996 bekam meine Mutter von einer Gesundheitspraktikerin einen Tipp: Das Buch von Dr. Joseph Evers "Warum Evers-Diät?", ISBN 3-7760-1071-1, was ich dir empfehlen möchte, sofern Du es irgendwo bekommen kannst. (Leider ist dieses Buch seit ca. zwei Jahren nicht mehr erhältlich; ich kann dir nur den Tipp geben, in einer Bücherei über Fernleihe daran heranzukommen.) Zu diesem Zeitpunkt hatte ich auch gerade die x-te Sehnerventzündung hinter mir und las das Buch aus Verzweiflung vom Anfang bis zum Ende durch. Vorher hatte ich bereits mit "Fit for Life" und der "Bruker-Vollwertkost" geliebäugelt - völlig umsonst. Aber was ich nun las, klang so logisch und plausibel, dass ich es einfach ausprobieren musste.

Unser Körper ist ein lebender Organismus und kann demzufolge nur mit lebender Nahrung existieren. Dies bedeutet im Klartext totalen Verzicht auf Kaffee, Alkohol, Nikotin, Zucker, Gekochtes, Gebratenes und Gebackenes. Klingt "super", was? Ich führe einen regen Briefwechsel mit verschiedenen MS-Betroffenen, doch leider ist es so, dass diese lieber treu und brav Tabletten schlucken bzw. in Selbstmitleid und Skepsis versinken, statt selbst etwas aktiv zu tun. Wir leben an der Schwelle zum 21. Jahrhundert. Noch nie haben die Menschen laut diversen Statistiken so lange und soo gesund gelebt - und noch nie zuvor sind gleichzeitig so vielen Menschen unter so tollen Lebensbedingungen an Krankheiten wie MS, Krebs, Parkinson, Schlaganfall, Herzinfarkt und, und... erkrankt oder gestorben. In unserer hochmodernen Zeit haben wir uns unsere Krankheiten mit Fabriknahrung, Völlerei und Chemikalien selbst erzeugt. Das mögen ein, zwei Generationen gut überstanden haben - aber irgendwann kommt der "Hammer" - siehe oben.

Tatsache ist, dass viel mehr Menschen von diesen Krankheiten leben als daran sterben. Warum haben denn die Ärzte noch immer kein medizinisches Mittel gegen MS entdeckt? Es gibt keins! Und warum soll MS "unheilbar" sein? Das ist sie nicht! Ich bin der lebende Beweis!

Im Winter 1996 ging ich in die Startlöcher, sagte meinem Neurologen adieu (der das Buch von Dr. Evers zwar kannte, jedoch für Quatsch, nicht beweisbare Spinnerei und Zeitverschwendung hielt) und setzte das IMUREK aus eigenem Ermessen binnen einer Woche stückchenweise ab. Vorsicht, falls Du ebenfalls Immunsupressiva oder andere Medikamente dauerhaft schlucken: Das soll keine Empfehlung sein, denn es kommt drauf an, in welcher Dosis und wie lange man Gift geschluckt haben (= sogenanntes Ausschleichen!)!

Als nächstes habe ich mir noch mehr Literatur besorgt: Helmut Wandmaker "Willst du gesund sein? Vergiss den Kochtopf!" und "Rohkost statt Feuerkost"; Dr. Norman W. Walker "Strahlende Gesundheit" + "Auch Du können wieder jünger werden" + "Frische Frucht- und Gemüsesäfte" und Franz Konz "Der große Gesundheits-Konz" (Achtung: dieses Buch kostet um 100,- DM!). Ich will hier nicht nur Werbung für liebe, großartige Menschen betreiben, sondern bin auch der festen Überzeugung, dass man gewisse Grundkenntnisse haben muss, um sich selbst zu helfen und nicht ins Blaue hineinzuoperieren. Ich persönlich empfehle jedem die Lektüre von Evers, Wandmaker und Konz besonders, weil sie mir sehr geholfen hat, in der Zeit der Umstellung neben meinem Glauben körperlich und geistig stark zu bleiben.

All diese Kenntnisse habe ich zu einer Art Potpourri zusammengemixt, was ich nach der Absetzung des Imurek angewandt habe. Ich möchte dir an dieser Stelle eine kurze Zusammenfassung geben:

Essen:

  • 4 Wochen nur stark wasserhaltiges Obst bis zum Mittagessen, Rest des Tages "normal"
  • 4 Wochen Obst bzw. Gemüse bis zum Kaffetrinken, Rest "normal"
  • 4 Wochen Obst, Gemüse, Trockenfrüchte, Nüsse, Salate bis zum Abendbrot, Rest "normal"
  • ...und von da an nur noch Obst, Gemüse, Trockenfrüchte (ungeschwefelt), Nüsse, Salate den ganzen Tag

Diese Intervalle kannst du natürlich nach Belieben verlängern oder verkürzen - es ist bei jedem Menschen anders.

Getränke:
Bitte Kaffee, Milch, schwarzem Tee und Alkohol etappenweise den Laufpass geben, sonst ist der Erfolg nur minimal! Dein ohnehin überreiztes Nervensystem wird es dir danken!

Tabletten und Nikotin:
= Null; Tabletten-Ausnahme: absolute Notfälle wie Zahnschmerzen etc. Gegen Kopfschmerzen hilft übrigens wunderbar Wasser - so viel wie möglich getrunken, wenn man in den nächsten Stunden nicht gerade irgendwo im Stau steht.

Allgemein:
Wie du sicher bemerkt hast, esse ich kein rohes Fleisch oder rohen Fisch, wie es bei der Instincto-Therapie üblich ist. Auch Eier, irgendwelche Körner und Milchprodukte sind für uns tabu, denn diese Lebensweise nennt man vegan. Wer allerdings Lust auf rohes Fleisch oder Fisch haben sollten, probiere es ruhig aus!

Ich will nicht lügen: in den ersten Wochen wirst du nur mit dir selbst und deinen Mitmenschen zu tun haben. Die Lektüre der Bücher und die daraus resultierende Lebensweise mögen jedem Uneingeweihten als neue Foltermethoden erscheinen. Frag´ dich selbst, was besser ist: ein bequemes Leben ohne Nachdenken, was sich über kurz oder lang an dir rächt oder ein Leben in Freude und Gesundheit?

Und da ist auch noch dieses schier unstillbare Heißhungergefühl und die Gier nach etwas Heißem, Süßem oder Fettigen, die einem zu schaffen macht - ich weiß, ich weiß... (Übrigens: Auf irgendwelches Bio-Obst habe ich nicht zurückgegriffen: Obst und Gemüse aus dem Supermarkt tun es auch.) Iß als Anfänger ruhig alles durcheinander, wenn dir danach ist. Du merkst schnell genug, was dir gut tut und was nicht. Zwei Ausnahmen: Nüsse und Melone immer für sich allein, d. h., auf nüchternen Magen essen! Den Heißhunger kriegst du nur mit viel Geduld, Disziplin und süßem Trockenobst oder Bananen klein. Dein Körper musste seine Funktion so lange mit schwerem, fettigen oder süßen Ramsch aufrechterhalten, dass es nur allzu logisch ist, dass er mit dem leichtverdaulichen Obst nicht sofort klarkommt. Wenn es unbedingt etwas Heißes im Magen sein muss, so greif getrost auf Kräutertees zurück.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es mehrere Anläufe braucht und ungefähr ein Jahr dauert, bis du dich völlig umgestellt hast - aber überleg mal, wie lange du "normal" gelebt habt! Während der Ernährungsumstellung kann es zeitweise u. a. zu Durchfall, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schlaflosigkeit, Depressionen, Gereiztheit und Hautausschlägen kommen, die als Zeichen der Entgiftung ebenfalls mit viel Geduld hingenommen werden sollten. Viele haben mir erzählt, dass diese Symptome meist nach jener euphorischen Phase des Wohlfühlens kurz nach Beginn der Umstellung eintritt. Man fühlt sich vorerst leicht und gut und ist umso erschrockener, wenn sich plötzlich alles ins Gegenteil verkehrt. Jetzt bloß nicht schlappmachen! Unser Körper weiß sehr gut, warum er die Entgiftung in mehreren Etappen durchführt. Wäre mit einem Schlag "Großreinemachen" angesagt, würde das manchen von uns im wahrsten Sinne des Wortes "auf die Bretter hauen". So ist es eine weise Einrichtung der Natur, wenn sich "gute und schlechte Zeiten" sinnvoll abwechseln, bis man wieder voll funktionstüchtig ist. Wenn du merkst, dass du in jenen Phasen eine bestimmte Obstsorte nicht verträgst, lässt du diese einfach eine Zeitlang weg. Und verfalle nicht gleich in Verzweiflung, wenn du einen "Rückfall" hast: Der Wille zur Tat ist alles, was zählt!

Ein weiteres, nicht zu unterschätzendes Problem sind besorgte Angehörige, voreingenommene Ärzte und uneingeweihte Außenstehende (in deren Augen du ständig Diät machst). Lass dich bitte nicht irritieren! Bei Einladungen im Familienkreis habe ich prinzipiell vorher über meine Lebensweise Bescheid gesagt und vorsichtshalber selbst Obst, Nüsse und dergleichen mitgebracht. Wenn mir trotzdem ein Teller mit "normalem" Essen oder Kuchen vor die Nase gestellt wurde, habe ich ihn ignoriert. Bitte beherzige das unbedingt, auch wenn dir das Wasser im Mund zusammenläuft und es als persönliche Beleidigung, Undankbarkeit, Grund zur Enterbung und sonst was interpretiert wird! Du wirst sonst nie Deine Mitmenschen überzeugen können, wie ernst es dir ist! Wer muss denn damit rechnen, schlimmstenfalls im Rollstuhl zu landen? Der beleidigte/besorgte Gastgeber oder du? Bedauerlicherweise trifft es für den Großteil der Ärzte zu, dass die Rohkosternährung als Scharlatanerie oder sogar lebensgefährlich hingestellt wird. Fragt man dann genauer nach, stellt sich heraus, dass der betreffende Arzt über Dinge spricht, die er niemals selbst ausprobiert hat.

Aber keine Bange, auch das geht vorüber. Nach einer gewissen Zeit kannst du einigermaßen gefasst dabei zusehen, wie dein Gegenüber allerlei gebratenen, gekochten oder gebackenen Matsch (denn als solcher wird es dir dann erscheinen) zu sich nimmt. Und deine Mitmenschen? Denen kann es egal sein, ob du angeblich die neueste Diät machst oder nicht. Vielleicht sind sie auch neidisch und du musst dir versteckte Beschimpfungen anhören? Macht nichts! Auf diese Art trennt sich gleich die Spreu vom Weizen!

Ich gebe zu: Auch ich habe noch immer Rückfälle, wenn es ums Essen geht. Aber ich glaube, ich wäre niemals so weit wie jetzt gekommen, wenn ich mir nicht eine eiserne Regel aufgestellt hätte: bei keinem meiner Rückfälle habe ich etwas Gekochtes oder Gebratenes gegessen oder Alkohol oder Kaffee getrunken. Mein Respekt vor der Krankheit war zu groß. Im Übrigen wirst auch du recht schnell merken, wie heftig dein Körper plötzlich gegen das "gute Essen" rebelliert: das geht bei Magenschmerzen und Übelkeit los und endet bei Depressionen, schlechtem Gewissen und der guten alten lähmenden Müdigkeit. Besondere Schlaumeier versuchen einem dann einzureden, der Magen sei durch die böse, böse Fruchtsäure ständig überreizt. Fakt ist: Nur ein kranker, durch falsche Ernährung, Entkräftung und Streß völlig übersäuerter Magen kann durch Fruchtsäure gereizt werden, was übrigens auch der Grund dafür ist, dass immer weniger Menschen Obst nur als Nachtisch essen können - wenn es praktisch von dem übrigen gekochten Matsch regelrecht "erstickt" wird.

Diese Veränderungen sind umso extremer, je besser sich der Körper regeneriert hat - und das sowohl im positiven und negativem Sinn. Du wirst sehr schnell merken, dass deine neue Lebensweise einen guten Einfluss auf dein Allgemeinbefinden, deine Lebenseinstellung und dein Verhalten gegenüber deinen Mitmenschen hat. Aggressivität und Angst sind Charaktereigenschaften, die ein gesunder Mensch nicht mehr braucht, sein Leben zu meistern. Wir haben von Gott in Wahrheit ein so gewaltiges körperliches und geistiges Potential erhalten, dass wir es nie im Leben voll nutzen können. Und das ist nur der Anfang!

Andere, wirklich krankheitsbedingte Rückfälle werden auch eintreffen. Das ist normal: Man kann nun mal kein Auto in drei Sekunden von null auf hundert beschleunigen, noch dazu, wenn die Benzinleitung defekt ist. Auch hier ist Geduld erforderlich und immer wieder Nachsicht mit sich selbst. Verfalle nicht in Panik: du wirst sehen, die Schübe verlieren an Kraft und lassen keine "Andenken" mehr zurück.

Ich persönlich habe festgestellt, dass meine letzten beiden Schübe durch Schlafmangel und Stress verursacht wurden (lange Autobahnfahrten in unbekannte Städte mit anschließender entnervender Hotelsuche bei Glatteis). Wenn man es überhaupt als Schübe bezeichnen kann, da die ohnehin leichten Symptome nach vierzehn Tagen spurlos verschwunden waren. Fast wie ein kurzer, warnender Streichler: Vergiss nicht!

Ich möchte dir so gerne Mut machen. Ich hoffe, es ist mir gelungen. Du kennst nun den Preis für Deine Gesundheit. Er mag hoch erscheinen, und ich weiß nicht, ob Du bereit bist, ihn zu zahlen.

Ich kann mich nur als leuchtendes Beispiel hinstellen, und egal, was die anderen sagen oder befürchten: ich bin gesund. Ich bin gesünder als mancher Zeitgenosse, der aus Bequemlichkeit im Trott lebt oder nur darauf vertraut, dass ihm ein Arzt alle Entscheidungen abnimmt. Liebe Leute, bitte benutzt euren Verstand und glaubt nicht alles, was euch Medien erzählen. Die Verbindung zwischen MS, Ernährung und Lebensweise sind eindeutig. MS muss keines Menschen Schicksal bleiben - aber dafür muss man auch was tun. Wem das zu anstrengend ist, dem kann eh keiner helfen.

Ich wünsche euch allen Mut, Zuversicht, Gottes Segen und alles erdenklich Gute und verbleibe mit ganz herzlichen Grüßen

Eure Astrid im Jahr 1998

P.S.: Im Sommer 1998 hatte ich ein interessantes Telefonat mit der stellvertretenden Vorsitzenden der Deutschen Multiplen Sklerose Gesellschaft Sachsen (selbst Betroffene), welche wissen wollte, weshalb ich 1997 aus der Gesellschaft wieder ausgetreten bin. Meine Schilderungen wurden mit höflich-unterkühltem Interesse entgegengenommen und mein Vorschlag, doch in Vorträgen und Publikationen auf das Thema Ernährung einzugehen, erst recht: "Multiple Sklerose mag zwar in einigen Fällen wie dem Ihrigen für kurze Zeit zum Stillstand kommen, aber heilbar ist sie nicht - das gibt es nicht!"

"Sehen Sie", habe ich geantwortet, "das ist es, was uns beide voneinander unterscheidet."